Schweitzer sieht Signal für wirtschaftliche Erholung

Schweitzer sieht Signal für wirtschaftliche Erholung - Schweitzer sieht Signal für wirtschaftliche Erholung
Rheinland-Pfalz hat einen bedeutenden Erfolg im Kampf um niedrigere Industrie-Strompreise erzielt. Ministerpräsident Alexander Schweitzer gab den Durchbruch bekannt, nachdem die Europäische Kommission die Unterstützung für energieintensive Branchen ausgeweitet hat. Die Änderungen sollen lokalen Unternehmen helfen, wettbewerbsfähig zu bleiben, und Arbeitsplätze in Schlüsselbranchen sichern.
Am 18. Dezember 2025 schlug die Europäische Kommission vor, einen temporären Fonds für energieintensive Industrien bis 2026–2027 zu verlängern. Dieser Schritt erfolgte im Rahmen von Anpassungen des EU-Klimaschutzinstruments CBAM (Carbon Border Adjustment Mechanism), das europäische Hersteller vor dem Risiko von CO₂-Leakage schützen soll.
Die ausgeweitete Förderung erweitert das System zur Kompensation der Strompreise, das die durch den EU-Emissionshandel entstehenden Kosten ausgleicht. Für Branchen, die bereits Unterstützung erhalten – etwa die Stahl- und Chemieindustrie –, steigt der Anteil der förderfähigen Stromkosten von 75 auf 80 Prozent. Ab 2026 kommen weitere Sektoren in den Genuss der Kompensation, darunter die Herstellung von organischen Chemikalien, Glas und Batteriezellen. Die Kommission genehmigte die erweiterte Förderung, um die industrielle Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und Unternehmen davon abzuhalten, ihre Produktion ins Ausland zu verlagern.
Schweitzer bezeichnete die Entscheidung als „Meilenstein-Erfolg“ für Rheinland-Pfalz. Die Änderungen würden zukunftssichere Industriearbeitsplätze sichern und die Wirtschaft der Region im globalen Wettbewerb stärken. Die erweiterte Förderung nach den neuen Regeln tritt 2026 in Kraft.
