08 April 2026, 00:09

SPD-Politiker warnt vor riskanten Hackbacks durch deutsche Behörden

Ein Mann im Anzug spricht in ein Mikrofon an einem Rednerpult, wahrscheinlich zur Genehmigung eines Internetverbots durch die Regierung.

SPD-Politiker warnt vor riskanten Hackbacks durch deutsche Behörden

Johannes Schätzl, der digitalpolitische Sprecher der SPD, hat Bedenken gegen einen geplanten deutschen Gesetzesentwurf geäußert. Die Vorlage würde es Bundesbehörden ermöglichen, digitale Gegenangriffe auf ausländische IT-Systeme zu starten. Schätzl argumentiert, dass solche Maßnahmen internationale rechtliche Grenzen verletzen könnten.

Die Warnung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Regierung erwägt, die Befugnisse des Bundeskriminalamts (BKA) und des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) auszuweiten. Nach dem Entwurf könnten diese Behörden in IT-Infrastrukturen im Ausland eingreifen. Schätzl lehnt sogenannte Hackbacks entschieden ab und betont, dass es an klaren rechtlichen Definitionen fehle.

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Er unterstrich, dass das Völkerrecht und die Genfer Konventionen strenge Grenzen für staatliches Handeln im Cyberraum setzen. Das Eindringen in oder die Manipulation ausländischer Systeme ohne konkrete Beweise für die Beteiligung eines Angreifers berge erhebliche Risiken, so Schätzl. Seine Kritik macht deutlich, dass präzise rechtliche Rahmenbedingungen notwendig sind, bevor solche Kompetenzen verliehen werden.

Der Gesetzesentwurf bleibt umstritten, wobei sich Schätzls Einwände auf rechtliche Unklarheiten und mögliche Kompetenzüberschreitungen konzentrieren. Sollte das Gesetz verabschiedet werden, könnte es deutschen Behörden weitreichendere Befugnisse zur Bekämpfung von Cyberbedrohungen im Ausland einräumen. Die Debatte dreht sich nun darum, Sicherheitserfordernisse mit völkerrechtlichen Verpflichtungen in Einklang zu bringen.

Quelle