Spritpreise explodieren: Warum Deutschland jetzt über 2 Euro pro Liter zahlt
Moritz HoffmannSpritpreise explodieren: Warum Deutschland jetzt über 2 Euro pro Liter zahlt
Spritpreise in Deutschland auf Rekordhoch – Politiker fordern schnelle Entlastung
Seit Anfang März 2026 schnellen die Spritpreise in Deutschland auf historische Höchststände und belasten Autofahrer stark. Der drastische Anstieg folgt auf den Ausbruch des Iran-Kriegs, der die Kosten an vielen Tankstellen auf über 2 Euro pro Liter trieb. Nun drängen Politiker auf dringende Maßnahmen, um die Preise wieder in den Griff zu bekommen.
Zwischen Dezember 2025 und März 2026 stiegen die Spritpreise in Deutschland rasant an. Anfang März kostete Superbenzin im Schnitt 2,00 bis 2,08 Euro pro Liter, wobei Regionen wie Plauen bereits die 2-Euro-Marke überschritten, während Saarbrücken am 4. März noch bei 1,93 Euro lag. Im europäischen Vergleich blieben die Preise in Nachbarländern deutlich niedriger: In Luxemburg lag der Liter bei 1,47 Euro, in Frankreich bei 1,87 Euro und in Polen bei etwa 1,37 Euro. Auch Ungarn und Tschechien hielten die Preise gedeckelt – Deutschland verzeichnete damit eine der höchsten Belastungen in Europa.
Ulrich Thomas, wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU in Sachsen-Anhalt, fordert nun sofortige Schritte zur Stabilisierung der Kosten. Er schlägt vor, die CO₂-Abgabe – die derzeit 15 bis 18 Cent pro Liter ausmacht – einzufrieren und die Energiesteuer zu halbieren. Dadurch würden die Preise für Benzin um 65 Cent und für Diesel um 47 Cent pro Liter sinken, was Autofahrern eine sofortige Entlastung von 30 bis 40 Cent pro Liter bringen würde.
Thomas kritisierte das Bundeskartellamt, das die Preisdifferenzen zu den Nachbarländern nicht ausreichend angegangen sei. Zudem argumentiert er, dass die CO₂-Steuer ihren ursprünglichen Zweck verfehle, da der aktuelle Preisschub ihre klimapolitische Wirkung überlage. Da Deutschland nur 7 Prozent seines Öls aus dem Nahen Osten beziehe, müsse der Staat jetzt handeln, um die inflationären Druck zu mindern.
Ziel der vorgeschlagenen Maßnahmen ist es, die Spritpreise wieder unter die 2-Euro-Grenze pro Liter zu drücken. Sollten die Steuersenkungen und die Aussetzung der CO₂-Abgabe umgesetzt werden, würde dies kurzfristig Entlastung für Autofahrer bringen. Gleichzeitig ließen sich so die Inflationsbelastung verringern und die seit Langem bestehenden Preisunterschiede zu den Nachbarstaaten abbauen.






