04 May 2026, 12:05

Streit um Milliardenkosten: Fossile Kraftwerke profitieren – Erneuerbare gehen leer aus

Eine Liniengrafik, die die Stromerzeugung aus Wind und Solar in Deutschland zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Streit um Milliardenkosten: Fossile Kraftwerke profitieren – Erneuerbare gehen leer aus

Deutschland gab 2025 rund 3,07 Milliarden Euro für Redispatch-Maßnahmen aus – der Großteil floss in fossile Kraftwerke. Die Kostenaufschlüsselung zeigte: 81 Prozent entfielen auf konventionelle Anlagen, nur 19 Prozent auf Erneuerbare. Gleichzeitig entzündet sich Streit an Plänen, die finanzielle Unterstützung für Erneuerbaren-Anlagen in netzengpassbehafteten Gebieten zu streichen.

In Sachsen-Anhalt sanken die Stromerzeugungsabregelungen 2025 auf 470 Gigawattstunden (GWh) – nach 650 GWh im Vorjahr und 800 GWh 2023. Netzengpässe blieben Hauptgrund, doch nur zwei Prozent des erzeugten Stroms waren 2024 betroffen.

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche schlägt vor, für neue Erneuerbaren-Projekte in überlasteten Netzbereichen zehn Jahre lang keine finanziellen Ausgleichszahlungen mehr zu leisten. Ihr „Netzpaket“ sowie geplante Änderungen im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) werden noch beraten. Kritiker warnen, der Schritt könnte die Planungssicherheit für den Ausbau Erneuerbarer gefährden.

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Energieminister Prof. Dr. Armin Willingmann fordert stattdessen einen beschleunigten Netzausbau, um Abregelungen zu verringern. Reiches Vorschlag nannte er „abwegig“ und warnte davor, erzeugten Strom einfach zu „verschwendeten“. Die Bundesregierung hat bereits 6,5 Milliarden Euro an Subventionen für 2026 bereitgestellt, um die Netzentgelte zu senken – finanziert aus dem Klima- und Transformationsfonds (KTF).

Die Debatte um Netzengpässe und Fördergelder für Erneuerbare hält an, während Deutschland die Kosten der Energiewende abwägt. Zwar gehen die Abregelungen seit Jahren zurück, doch die finanzielle Unterstützung für betroffene Anlagen bleibt umstritten. Mit den 6,5 Milliarden Euro Subventionen für 2026 will die Regierung die Belastung durch Netzentgelte mindern, während der Netzausbau voranschreitet.

Quelle