Tesla erhöht Löhne in Brandenburg – doch der Streit mit der IG Metall bleibt

Tesla erhöht Gehälter in Grünheide um vier Prozent - Tesla erhöht Löhne in Brandenburg – doch der Streit mit der IG Metall bleibt
Tesla hat die Löhne für die Beschäftigten am Standort Brandenburg um vier Prozent erhöht. Die Anpassung gilt rückwirkend ab dem 1. Dezember 2023, doch das Unternehmen bleibt im Streit mit der IG Metall, Deutschlands größter Gewerkschaft für Metall- und Elektroindustrie. Die Gewerkschaft fordert weiterhin einen verbindlichen Tarifvertrag und kritisiert, dass Teslas Bezahlung und Arbeitsbedingungen weiterhin hinter den Branchenstandards zurückbleiben.
Die Lohnerhöhung wurde eigenständig bekannt gegeben, wobei Teslas Personalchef Erik Demmler betonte, sie stehe in keinem Zusammenhang mit dem Druck der Gewerkschaft. Das Unternehmen beharrt darauf, dass die Einstiegsgehälter für Produktionsmitarbeiter bereits rund 6.000 Euro pro Jahr über dem regionalen Branchendurchschnitt lägen. Die IG Metall widerspricht dieser Darstellung jedoch: Teslas Berechnungen basierten auf der niedrigsten Entgeltgruppe, während längere Arbeitszeiten unberücksichtigt blieben – was zu einem Rückstand von 30 bis 35 Prozent im Vergleich zu anderen Automobilherstellern führe.
Obwohl die vierprozentige Lohnerhöhung seit Dezember 2023 greift, schwelt der Konflikt zwischen Tesla und der IG Metall weiter. Die Beschäftigten in Brandenburg verdienen nun zwar etwas mehr, doch die Gewerkschaft pocht auf umfassendere Schutzrechte und Sozialleistungen. Ohne Tarifbindung werden Teslas Entlohnungsstruktur und Arbeitsbedingungen voraussichtlich weiterhin umstritten bleiben.
