Thüringens Nahverkehr leidet 2025 unter drastischen Förderkürzungen – doch 2026 soll es besser werden
Moritz HoffmannWeniger Geld für den thüringischen Nahverkehr im Jahr 2025 - Thüringens Nahverkehr leidet 2025 unter drastischen Förderkürzungen – doch 2026 soll es besser werden
Die Förderung des Nahverkehrs in Thüringen ist 2025 drastisch gesunken – von 86,7 Millionen Euro im Vorjahr auf nur noch 56,4 Millionen Euro. Die Kürzungen hängen mit veränderten Schülerverkehrskosten sowie Anpassungen nach der Einführung des Deutschland-Tickets zusammen. Für 2026 rechnen die Verantwortlichen jedoch mit einer Erholung: Die Mittel sollen dann wieder bei etwa 83 Millionen Euro liegen.
Im Jahr 2025 wurde der Thüringer Nahverkehrsetat auf verschiedene Bereiche aufgeteilt. Die Verkehrsbetriebe erhielten direkt 16,2 Millionen Euro aus dem Topf. Weitere 39 Millionen Euro flossen an Landkreise und kreisfreie Städte, um den ÖPNV-Betrieb zu stützen – eine detaillierte Aufschlüsselung nach Regionen fehlt jedoch.
Die Regionalen Verkehrsverbünde bekamen aus demselben Budget 1,2 Millionen Euro zugewiesen. Der deutliche Rückgang ist vor allem auf Sonderfaktoren zurückzuführen, darunter geringere Ausgleichszahlungen und Verschiebungen bei den Schülerverkehrskosten nach Einführung des Deutschland-Tickets.
Für die kommenden Jahre erwarten die Behörden eine Rückkehr auf das frühere Niveau. Die prognostizierten 83 Millionen Euro im Jahr 2026 würden die Lücke von 2025 schließen, auch wenn die genaue Verteilung in den Folgejahren noch nicht feststeht.
Die Haushaltskürzungen 2025 hinterließen im Thüringer Nahverkehrsnetz spürbare Finanzlücken. Mit nur 56,4 Millionen Euro mussten Betreiber und Kommunen ihre Pläne anpassen. Die erwartete Aufstockung 2026 deutet jedoch auf eine Stabilisierung der öffentlichen Verkehrsfinanzierung in der Region hin.