14 March 2026, 14:10

Thüringer Imker hoffen trotz Varroa-Milbe und Wetterrisiken auf stabile Bienensaison

Ein aufgeschlagenes Buch mit einer Zeichnung eines Bienenstocks, Text und ein paar Insekten, wahrscheinlich Bienen, die um den Honigwaben herumschwirren.

Kalter Winter hilft Th├╝ringens Bienen - Sorgen bleiben - Thüringer Imker hoffen trotz Varroa-Milbe und Wetterrisiken auf stabile Bienensaison

Imker in Thüringen blicken mit vorsichtigem Optimismus in die Zukunft

Nach einem vergleichsweise stabilen Winter zeigen sich die Bienenhalter in Thüringen verhalten zuversichtlich. Die frostigen Bedingungen in der Region halfen den Völkern, ungestört zu überwintern – doch Herausforderungen wie die Varroa-Milbe und wirtschaftliche Belastungen bleiben bestehen. Mit dem frühen Frühlingsbeginn sind die Bienen bereits aktiv, doch ein plötzlicher Kälteeinbruch könnte ihren Fortschritt noch gefährden.

Laut dem Landesverband blieben die Verluste für Thüringens Imker in diesem Winter überschaubar. Der gleichmäßige Schnee und Frost ermöglichte es den Bienen, ohne starke Temperaturschwankungen zu ruhen. Rund 3.000 Hobbyimker sind beim Verband registriert, doch die tatsächliche Zahl der Bienenhalter dürfte deutlich höher liegen. Nur noch 10 bis 15 Berufsimker wirken in der Region – sie kämpfen mit der Konkurrenz durch günstigen Import-Honig.

Der frühe Frühling hat den Bienen einen guten Start beschert: Die Palmkätzchen liefern wichtigen Pollen für den Nachwuchs. Doch Experten warnen, dass die vorzeitige Wärme ein "zweischneidiges Schwert" ist – ein Später Frost könnte die sich entwickelnden Völker noch schädigen. Die Varroa-Milbe, eine hartnäckige Bedrohung, schwächt die Larven und verbreitet Krankheiten. Sie bleibt eine der Hauptursachen für den Zusammenbruch von Bienenvölkern in ganz Deutschland.

Es gibt Bestrebungen, honigbienen zu züchten, die widerstandsfähiger gegen die Milbe sind. Aktuelle Daten zu den Berufsimkern in Deutschland fehlen zwar, doch EU-Zahlen von 2020 verzeichneten über 8 Millionen Bienenvölker. Für Thüringens Imker wird die kommende Saison davon abhängen, wie sie mit den Unwägbarkeiten der Natur und den anhaltenden Risiken umgehen.

Die nächsten Monate werden für die Bienenhalter in Thüringen eine Bewährungsprobe: Sie müssen das frühe Frühlingswachstum nutzen und gleichzeitig die verbleibenden Gefahren meistern. Während resistente Zuchtprogramme gegen die Milbe entwickelt werden, könnten langfristige Lösungen einige Druckfaktoren mildern. Derzeit liegt der Fokus darauf, die Völker vor plötzlichen Wetterumschwüngen zu schützen und die mühsam errungene Stabilität zu bewahren.

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