30 May 2026, 18:03

TK registriert Rekordzahl an Behandlungsfehler-Verdachtsfällen für 2025

Behandlungsfehler: Anzahl der vermuteten Fälle erreicht neuen Rekord

TK registriert Rekordzahl an Behandlungsfehler-Verdachtsfällen für 2025

Deutschlands größte gesetzliche Krankenkasse, die Techniker Krankenkasse (TK), hat im Jahr 2025 insgesamt 7.540 Verdachtsfälle auf Behandlungsfehler registriert. Damit liegt die Zahl um 14 Prozent höher als im Vorjahr. TK-Vorstandsvorsitzender Jens Baas fordert nun strengere Meldepflichten und mehr Transparenz im Gesundheitswesen.

Laut dem aktuellen Bericht entfallen die meisten Verdachtsmomente auf drei medizinische Fachbereiche: Mit 29 Prozent aller Fälle führen operative Eingriffe die Statistik an, gefolgt von Zahnmedizin und Kieferorthopädie mit 17 Prozent. Geburtshilfe und Gynäkologie machen weitere 11 Prozent aus. Zusammen ergeben diese drei Disziplinen mehr als die Hälfte aller gemeldeten Vorfälle.

Bei den bestätigten Fällen führte etwa jeder dritte zu disziplinarischen oder juristischen Konsequenzen. Trotz des Anstiegs der gemeldeten Vorfälle warnt die TK, dass viele Fälle weiterhin unentdeckt bleiben. Die Krankenkasse betont, dass eine systematische Untererfassung in Gesundheitseinrichtungen nach wie vor ein großes Problem darstellt.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Als Reaktion darauf plädiert Baas für ein zentrales Meldesystem, um den Prozess zu vereinfachen. Zudem setzt er sich für eine verbindliche Meldepflicht in allen medizinischen Einrichtungen ein. Seine Vorschläge zielen darauf ab, eine Kultur der Verantwortung zu stärken und die Zahl nicht gemeldeter Fehler zu verringern.

Die Zahlen für 2025 zeigen einen deutlichen Aufwärtstrend bei den gemeldeten Verdachtsfällen. Die Forderung der TK nach strukturellen Reformen unterstreicht die Sorgen um Patientensicherheit und Transparenz. Sollten die geplanten Maßnahmen umgesetzt werden, könnten sie zu einer strengeren Aufsicht und einheitlicheren Meldestandards im deutschen Gesundheitswesen führen.

Quelle