14 March 2026, 12:05

Uli Hoeneß attackiert vegane Ernährung – doch der Markt wächst trotz Kritik

Ein Plakat mit der Aufschrift "Essen: Kaufe es mit Bedacht, koche es mit Sorgfalt, verwende weniger Getreide & Fleisch, serviere nur genug, verwende den Rest, verschwendet es nicht" darauf gedruckt.

Uli Hoeneß attackiert vegane Ernährung – doch der Markt wächst trotz Kritik

Eine neue Debatte über pflanzliche Ernährung ist entbrannt, nachdem Uli Hoeneß, ehemaliger Präsident des FC Bayern München und Wurstproduzent, vegane Lebensstile scharf kritisiert hatte. Seine Äußerungen fallen in eine Zeit, in der der fleischfreie Markt in Deutschland weiterhin wächst – angetrieben von gesundheitlichen und ökologischen Bedenken. Der Konflikt zeigt, wie tief die Gräben bei der Frage nach den richtigen Ernährungsgewohnheiten im Land sind.

Hoeneß löste mit der Behauptung, vegane Ernährung mache die Menschen auf Dauer krank, eine Kontroverse aus. Zudem gab er offen zu, Veganer "nicht ertragen" zu können, und bezeichnete ihre Überzeugungen als zu militant. Seine Aussagen kommen nach Jahren gesundheitlicher Probleme, darunter Herzleiden und Bluthochdruck – Erkrankungen, die oft mit hohem Fleischkonsum in Verbindung gebracht werden.

Der Markt für pflanzliche Wurstwaren wächst seit 2014 stetig, als Christian Rauffus, Geschäftsführer der Rügenwalder Mühle, traditionelle Wurst einst als "die Zigarette der Zukunft" bezeichnete. Seither sind große Marken wie Beyond Meat und The Vegetarian Butcher auf den deutschen Markt gekommen. Dennoch machen vegane und vegetarische Alternativen bisher nur 2–3 Prozent des deutschen Wurstabsatzes aus.

Als Reaktion auf Hoeneß' Aussagen lud die Tierrechtsorganisation PETA ihn ein, an ihrem Programm Veganstart teilzunehmen. Die Organisation verwies auf Studien, die Fleisch- und Milchprodukte mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes Typ 2 in Verbindung bringen. Gleichzeitig steigen immer mehr Deutsche aus gesundheitlichen, ethischen oder umweltbewussten Gründen auf pflanzliche Ernährung um. Hoeneß' eigene Wurstfabrik, HoWe Wurstwaren, wird mittlerweile von seinen Kindern geführt.

Der Streit verdeutlicht die Spannungen zwischen traditionellen Fleischproduzenten und der wachsenden Nachfrage nach Alternativen. Zwar machen pflanzliche Produkte noch einen kleinen Teil des Marktes aus, doch ihr Aufschwung spiegelt einen Wandel im Verbraucherverhalten wider. Hoeneß' persönliche Gesundheitsgeschichte und seine unternehmerischen Verbindungen geben der breiten Debatte über Ernährung und Wohlbefinden eine zusätzliche Dimension.

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