15 May 2026, 10:06

Vatertags-Proteste: Männer demonstrieren bundesweit gegen Gewalt an Frauen

Demonstranten mit Schildern und Fahnen auf einer Straße mit Gebäuden, Bäumen und Himmel im Hintergrund.

Vatertags-Proteste: Männer demonstrieren bundesweit gegen Gewalt an Frauen

Hunderte Demonstranten gingen am Vatertag in Berlin und Hamburg auf die Straße, um gegen sexualisierte Gewalt an Frauen zu protestieren. Die von Männern angeführten Kundgebungen forderten eine stärkere Einbindung von Männern in die Bekämpfung von Missbrauch und die Unterstützung von Betroffenen. Die Organisatoren drängten zudem auf rechtliche Reformen und besseren Schutz für Opfer.

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In Berlin versammelten sich rund 800 Menschen am Brandenburger Tor zur Demonstration „Männer gegen Gewalt“, wobei die Veranstalter von bis zu 3.500 Teilnehmern sprachen. Die Initiative forderte mehr Finanzmittel für Frauenhäuser, Präventionsprogramme und Opferhilfe. Zudem wurde die Einrichtung spezialisierter Gerichtszweige sowie die Einführung des Prinzips „Nur Ja heißt Ja“ im Sexualstrafrecht angemahnt.

Die Schauspielerin Collien Fernandes, die kürzlich ihren Ex-Mann beschuldigte, in ihrem Namen gefälschte Profile angelegt und pornografische Inhalte verbreitet zu haben, rief Männer dazu auf, sich der Berliner Protestaktion anzuschließen. „Gewalt gegen Frauen ist kein Problem, das Frauen allein lösen können. Es ist ein Problem, das Männer lösen müssen“, betonte sie. Auch der Grünen-Co-Vorsitzende Felix Banaszak nahm an der Demonstration teil.

Unterdessen versammelten sich in Hamburg Menschen auf dem Heiligengeistfeld, um den Vatertag neu zu definieren. Die lokale Initiative „Come On Boys“ führte die Aktion an und ermutigte Männer, sexistisches und gewalttätiges Verhalten zu hinterfragen. Viele Frauen und Kinder schlossen sich in beiden Städten den Protesten an und standen Seite an Seite mit den männlichen Demonstranten.

Die Kundgebungen unterstrichen die wachsenden Forderungen nach rechtlichen und gesellschaftlichen Veränderungen im Kampf gegen Gewalt an Frauen und queeren Menschen. Die Organisatoren betonten, wie wichtig es ist, dass sich mehr Männer aktiv gegen Missbrauch stellen und Betroffene unterstützen. Die Proteste folgten aktuellen Debatten über digitale und sexualisierte Gewalt und rückten das Thema weiter in den öffentlichen Fokus.

Quelle