10 April 2026, 22:05

VdK fordert grundlegende Reformen der gesetzlichen Krankenversicherung statt Leistungskürzungen

Plakat mit dem Text "Fertigstellen: Gesundheit sollte ein Recht sein, nicht ein Privileg" und einer Karte mit der Aufschrift "Senkung der Gesundheitskosten dauerhaft machen und die Versorgungslücke für amerikanische Familien schließen."

VdK fordert grundlegende Reformen der gesetzlichen Krankenversicherung statt Leistungskürzungen

Der Sozialverband Deutschland (VdK) hat dringende Reformen gefordert, um das gesetzliche Krankenversicherungssystem des Landes zu stabilisieren. Verbandspräsidentin Verena Bentele warnte vor Kürzungen bei den Leistungen oder höheren Kosten für Patientinnen und Patienten und plädierte stattdessen für eine gerechtere Finanzierung. Ihre Äußerungen erfolgen vor der Veröffentlichung eines zentralen Berichts der Gesundheitsfinanzkommission, der für Montag erwartet wird.

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Bentele lehnte Vorschläge ab, die beitragsfreie Familienversicherung abzuschaffen, und bezeichnete dies als "versteckte Beitragserhöhung". Auch höhere Zuzahlungen für Medikamente oder die Wiedereinführung von Praxisgebühren lehnte sie ab – mit der Begründung, dass solche Maßnahmen chronisch Kranke, ältere Menschen und einkommensschwache Gruppen unverhältnismäßig belasten würden.

Stattdessen setzte sie sich für strukturelle Änderungen ein, um Einnahmen und Ausgaben in Einklang zu bringen, ohne die Versorgungsqualität zu beeinträchtigen. Zu ihren Vorschlägen gehörten die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze sowie die Ausweitung der beitragspflichtigen Einnahmearten. Zudem schlug sie ein vorübergehendes Ausgabenmoratorium für Leistungserbringer vor und forderte die Bundesregierung auf, gesellschaftlich bedingte Kosten innerhalb des Systems zu tragen.

Der VdK erwartet nun den Bericht der Gesundheitsfinanzkommission, in dem 60 Maßnahmen zur Kostensenkung skizziert werden sollen. Der Verband hofft auf Vorschläge, die die finanzielle Belastung der Beitragszahler verringern, ohne bestehende Leistungen zu kürzen.

Die Empfehlungen der Kommission werden am Montag veröffentlicht. Benteles Position unterstreicht die Notwendigkeit systemischer Reformen statt kurzfristiger Sparmaßnahmen. Die Debatte über die Finanzierung des Gesundheitswesens wird voraussichtlich an Schärfe gewinnen, sobald Politiker die vorgeschlagenen Maßnahmen prüfen.

Quelle