Volkswagen setzt auf Kontinuität: Pötsch soll Aufsichtsratsvorsitz behalten
Moritz HoffmannPötsch bleibt VW-Spitzenaufseher - Volkswagen setzt auf Kontinuität: Pötsch soll Aufsichtsratsvorsitz behalten
Der Aufsichtsrat von Volkswagen hat vorgeschlagen, Hans Dieter Pötsch als seinen Vorsitzenden wiederzuwählen. Der 74-jährige Österreicher führt den Aufsichtsrat seit fast einem Jahrzehnt und hat das Unternehmen durch schwere Krisen und tiefgreifende Umbrüche gesteuert. Die Aktionäre werden auf der Hauptversammlung am 18. Juni über seine Nominierung abstimmen.
Pötsch stieg 2003 bei Volkswagen als Finanzvorstand ein und bekleidete diesen Posten zwölf Jahre lang, bevor er im Herbst 2015 in den Aufsichtsrat wechselte. Seine Führungsrolle begann jedoch bereits früher: 2006 wurde er Vorsitzender der Porsche Automobil Holding SE, und 2015 übernahm er denselben Posten bei der Porsche SE.
Während seiner Amtszeit lenkte er Volkswagen durch turbulente Phasen, darunter die komplexe Porsche-Übernahme zwischen 2008 und 2009, den kostspieligen Diesel-Skandal und die Einführung strengerer Compliance-Regeln. In jüngerer Zeit treibt er den Wandel des Konzerns hin zu Elektrofahrzeugen und digitaler Innovation voran – mit Zielen, die bis 2026 gesetzt sind.
Nun unterstützt das Nominierungsgremium seine Kandidatur für eine weitere Amtszeit. Die endgültige Entscheidung liegt bei den Aktionären auf der anstehenden Hauptversammlung.
Falls wiedergewählt, wird Pötsch die strategische Ausrichtung Volkswagens in einer sich rasant wandelnden Branche weiter prägen. Seine Erfahrung umfasst Finanzaufsicht, Krisenmanagement und den Übergang zur E-Mobilität. Die Abstimmung am 18. Juni wird zeigen, ob er für eine weitere Amtszeit an der Spitze bleibt.






