Vom Gefängnis zur Weltbühne: Die erstaunliche Geschichte des Rhönrads

Admin User
1 Min.
Eine Frau in einem pinken und schwarzen Kleid führt Gymnastik auf Gras mit ein paar Bäumen im Hintergrund aus.

Rhönradturnen: Wettbewerb der drei Disziplinen - Vom Gefängnis zur Weltbühne: Die erstaunliche Geschichte des Rhönrads

Eine einzigartige Turndisziplin hat ihren Ursprung in einem deutschen Gefängnis. Das Rhönrad, auch Welt genannt, wurde 1925 von Otto Feick erfunden, als dieser im Gefängnis von Mainz inhaftiert war. Inspiriert von einem Kinderspielzeug, verwandelte er zwei Stahlreifen in ein Sportgerät, das heute Athlet:innen weltweit herausfordert.

Feick, ein Schlosser aus der Pfalz, ließ seine Erfindung am 8. November 1925 patentieren. Sein Entwurf verband zwei parallele Stahlreifen mit Sprossen und fügte Fußball heute sowie Griffe für mehr Stabilität hinzu. Das Gerät ermöglicht Turner:innen, akrobatische Kunststücke auf Rädern mit Durchmessern zwischen 1,30 und 2,45 Metern auszuführen.

Vom Gefängnisentwurf zum internationalen Wettbewerb – das Rhönrad ist zu einem Symbol deutscher Turninnovation geworden. Sportler:innen trainieren heute auf Rädern mit fast zweieinhalb Metern Durchmesser und führen komplexe Übungen aus, die Kraft, Balance und Präzision vereinen. Die Disziplin zieht weiterhin engagierte Nachrichten an und bewahrt so Feicks vor über hundert Jahren gemachte Erfindung.