11 May 2026, 02:08

VWs E-Auto-Krise in Zwickau: Werk kämpft um seine Zukunft und 40.000 Jobs

Schwarzes und weißes Foto eines Fabrikinneren mit Arbeitern, die Maschinen bedienen, Metallstangen und -pfähle, beschriftet mit "Neue Eisenglebeerei, die erste Fabrik Deutschlands" unten.

VWs E-Auto-Krise in Zwickau: Werk kämpft um seine Zukunft und 40.000 Jobs

Ungewisse Zukunft für VWs Werk Zwickau: Nachfrage nach E-Autos der ID-Reihe bricht ein

Das Volkswagen-Werk in Zwickau steht vor einer ungewissen Zukunft, da die Nachfrage nach den elektrischen Modellen der ID-Reihe stark nachlässt. Ursprünglich sollte der Standort bis 2027 vollständig in den Volkswagen-Konzern integriert werden – doch diese Pläne wurden nun verschoben. Die Fabrik, in der direkt 10.000 Menschen beschäftigt sind und die indirekt weitere 30.000 Arbeitsplätze sichert, hat bereits in den vergangenen Jahren Schichten gestrichen und die Produktion gedrosselt.

Zwickau war 2019 zum ersten rein elektrischen Volkswagen-Werk geworden. Doch die Absatzzahlen der dort gebauten ID-Modelle blieben hinter den Erwartungen zurück, was zu Einschnitten führte. Die für den 1. Januar 2027 geplante vollständige Eingliederung in die Volkswagen AG wurde inzwischen auf unbestimmte Zeit verschoben.

Kooperation mit chinesischen Herstellern als Rettungsanker? Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD) hat nun einen Vorschlag unterbreitet, um die Zukunft des Standorts zu sichern: Eine Partnerschaft mit chinesischen E-Auto-Herstellern soll ungenutzte Produktionskapazitäten auslasten. Ein solches Joint Venture, so Panter, könnte Arbeitsplätze erhalten und den Betrieb des Werks langfristig sichern.

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Der Minister betonte die wachsende Bedeutung chinesischer Unternehmen in der Elektromobilität. Gleichzeitig machte er deutlich, dass eine mögliche Zusammenarbeit strengen europäischen Regeln und Standards unterliegen müsste, um Fairness und Compliance zu gewährleisten.

Ziel des Vorhabens ist es, das Werk Zwickau durch die Nutzung des Know-hows chinesischer E-Auto-Produzenten zu stabilisieren. Sollte die Kooperation zustande kommen, könnte sie helfen, das Produktionsniveau zu halten und Tausende Arbeitsplätze zu sichern. Volkswagen hat sich bisher noch nicht dazu geäußert, ob der Vorschlag weiterverfolgt wird.

Quelle