Warken überträgt mehr Aufgaben an medizinisches Personal

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Ein Arzt in einem weißen Kittel erklärt eine CT-Scan-Maschine zwei Personen in schwarzen Mänteln, die aufmerksam zuhören.

Warken überträgt mehr Aufgaben an medizinisches Personal - Warken überträgt mehr Aufgaben an medizinisches Personal

Warken will medizinischem Personal mehr Aufgaben übertragen

Warken will medizinischem Personal mehr Aufgaben übertragen

Warken will medizinischem Personal mehr Aufgaben übertragen

  1. Dezember 2025, 16:59 Uhr

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat weitreichende Reformen des deutschen Gesundheitssystems vorgeschlagen. Die Pläne zielen darauf ab, Kosten zu senken und überflüssige Arztbesuche zu reduzieren, indem qualifiziertes medizinisches Fachpersonal mehr Verantwortung übernimmt. Ab 2026 sollen speziell ausgebildete Kräfte Aufgaben wie Hausbesuche und Routineuntersuchungen übernehmen.

Im neuen System erhalten Pflegefachpersonen – hochqualifizierte Gesundheitsfachkräfte – die Befugnis, eigenständige medizinische Behandlungen durchzuführen. Dies orientiert sich am schwedischen Modell, wo Pflegekräfte entscheiden, ob Patienten einen Arzt aufsuchen müssen. Warken betont, dass dieses Vorgehen Wartezeiten verkürzen und die Belastung überfüllter Praxen verringern werde.

Hausärzte sollen zwar erste Anlaufstelle für die meisten Patienten bleiben. Die Ministerin stellt jedoch klar, dass chronisch Kranke und Personen mit Vorsorgebedarf weiterhin direkten Zugang zu Fachärzten behalten. Bestimmte Bereiche wie Augenheilkunde und Gynäkologie bleiben von den neuen Überweisungsregeln ausgenommen. Eine Regierungskommission prüft die Vorschläge derzeit im Rahmen der Bemühungen, die steigenden Kosten der Krankenversicherungen in den Griff zu bekommen. Warken räumt ein, dass Patienten Zeit zur Gewöhnung brauchen könnten, versichert aber, dass die Änderungen zu einer effizienteren Versorgung führen werden.

Die Reform würde medizinischem Fachpersonal mehr Aufgaben übertragen und so die Arbeitsbelastung der Ärzte verringern. Falls umgesetzt, könnte das System den Zugang der Patienten zur medizinischen Versorgung in Deutschland grundlegend verändern. Die endgültigen Entscheidungen hängen von den Empfehlungen der Kommission und weiteren politischen Beratungen ab.