Weihnachtsgeld in Deutschland: Wer bekommt wie viel – und warum die Unterschiede so groß sind

Weihnachtsbonus 2025: Diese Branchen zahlen am meisten - Weihnachtsgeld in Deutschland: Wer bekommt wie viel – und warum die Unterschiede so groß sind
Weihnachtsgeld in Deutschland fällt sehr unterschiedlich aus – die Spanne reicht von 250 Euro bis zu über 4.200 Euro für Beschäftigte, die unter Tarifverträge fallen. Rund 86 Prozent der Arbeitnehmer erhalten solche Sonderzahlungen, wobei Vollzeitkräfte im Schnitt ein brutto Weihnachtsgeld von 2.987 Euro bekommen. Allerdings profitieren bundesweit nur 53 Prozent der Beschäftigten von diesen Leistungen, die in Westdeutschland und in bestimmten Branchen deutlich weiter verbreitet sind.
Die Wahrscheinlichkeit, Weihnachtsgeld zu erhalten, hängt stark vom Beschäftigungsverhältnis und vom Geschlecht ab. Vollzeitbeschäftigte und Männer bekommen deutlich häufiger solche Zahlungen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, erhalten 77 Prozent der Arbeitnehmer mit Tarifbindung eine Sonderzahlung. In Branchen wie der Chemieindustrie, der Energiewirtschaft und im privaten Bankensektor ist es üblich, ein volles 13. Monatsgehalt als Bonus zu zahlen. In der Eisen- und Stahlindustrie liegt das Weihnachtsgeld bei 110 Prozent eines Monatsgehalts, während im öffentlichen Dienst die Zahlungen – je nach Entgeltgruppe – zwischen 52 und 85 Prozent eines Monatslohns betragen. Alle Bonuszahlungen unterliegen der Steuerpflicht.
Obwohl Weihnachtsgeld in Deutschland vor allem für tarifgebundene Arbeitnehmer weit verbreitet ist, gibt es keine flächendeckende Regelung. Die Höhen unterscheiden sich deutlich – manche Branchen und Sektoren zahlen deutlich großzügiger als andere. Mit Blick auf das Jahr 2025 bleibt abzuwarten, welche Wirtschaftszweige dann die höchsten durchschnittlichen Weihnachtszahlungen in Form eines 13. Gehalts leisten werden.
