06 April 2026, 22:05

Wie die taz seit 45 Jahren Medienkonventionen herausfordert und ihre Zukunft sichert

Kreuzworträtsel mit den Wörtern "Verlust, Risiko und Risiko" auf einer Zeitung voller Finanztext und -zahlen.

Wie die taz seit 45 Jahren Medienkonventionen herausfordert und ihre Zukunft sichert

Die unabhängige Zeitung taz (die tageszeitung) trotzt seit ihrem Start im Jahr 1979 allen Erwartungen. Gegründet von einer Gruppe junger Journalist:innen in den Zwanzigern, sollte das Blatt laut Prognosen bereits nach einem Jahr scheitern – doch nun blickt es auf fast 45 Jahre gedruckte Ausgabe zurück. Während die Gründergeneration heute in den Ruhestand geht, richtet sich der Blick auf die Sicherung der Zeitung für die nächste Generation.

Ein zentraler Ansatz besteht darin, dass Unterstützer:innen Genossenschaftsanteile oder finanzielle Vermächtnisse an die taz vererben – und damit nicht nur das Überleben der Zeitung sichern, sondern auch von Steuervergünstigungen profitieren.

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In ihren Anfangsjahren sah sich die taz Skepsis gegenüber ihrer Lebensfähigkeit ausgesetzt. Die Gründer:innen, damals meist Anfang bis Mitte zwanzig, schufen eine Zeitung, die etablierte Medienkonventionen herausforderte. Jahrzehnte später haben viele dieser Pionier:innen ihren Berufsweg beendet oder stehen kurz davor. Nun geht es darum, ihr Erbe zu bewahren.

Die taz Panter Stiftung bietet eine strukturierte Möglichkeit, die Zeitung zu fördern. Wer die Stiftung im Testament als Begünstigte einsetzt, kann Projekte finanzieren – etwa die Ausbildung junger Journalist:innen, die Stärkung investigativer Berichterstattung oder die Unterstützung verfolgter Medienmachender. Solche Zuwendungen sind steuerbefreit und entlasten so den Nachlass.

Eine weitere Option ist die Übertragung von Genossenschaftsanteilen direkt an die taz. Anders als bei klassischen Erbschaften können diese Anteile später nicht zurückgefordert werden – selbst bei finanziellen Notlagen nicht. Die Zeitung wirbt aktiv dafür, Anteile nicht an Erben weiterzugeben, sondern der Genossenschaft zu vermachen, um deren finanzielle Basis zu stärken.

Solche Beiträge kommen der langfristigen Stabilität der taz zugute. Trotz tiefgreifender Veränderungen in der Medienlandschaft bleibt die Zeitung ihren ursprünglichen Werten treu und stellt sich gleichzeitig neuen Herausforderungen.

Die taz Panter Stiftung und Anteilsvermächtnisse bieten konkrete Wege, die Zukunft der Zeitung zu sichern. Spender:innen erhalten steuerliche Vorteile und wissen, dass ihr Engagement Journalismus, Ausbildung und Pressefreiheit fördert. Für die taz sind diese Vermächtnisse entscheidend, um Unabhängigkeit zu wahren und ihre Mission auch in den kommenden Jahrzehnten fortzuführen.

Quelle