27 March 2026, 18:05

Wie ein Brachland in Halle-Neustadt zum Vorreiter für städtische Energiewälder wurde

Zwei nebeneinanderliegende Stadtkarten mit hohen Gebäuden, grünen Bäumen und blühenden Pflanzen, mit handgeschriebener Schrift unten.

Wie ein Brachland in Halle-Neustadt zum Vorreiter für städtische Energiewälder wurde

Vor einem Jahrzehnt entstand Deutschlands erster städtischer Energiewald in Halle-Neustadt. Das Projekt verwandelte ein 8.000 Quadratmeter großes Brachland in eine blühende Plantage mit 18.000 Stecklingen von Schwarz-Pappeln. Seither hat sie über 22 Tonnen Holz produziert und gleichzeitig das Wohngebiet der Stadt begrünt.

Die Initiative startete 2007 als Pilotprojekt der Halleschen Wasser und Stadtwirtschaft (HWS). Ziel war es, erneuerbare Energiequellen als Alternative zu fossilen Brennstoffen zu erproben. Pappeln wurden wegen ihrer Robustheit und ihres schnellen Wachstums ausgewählt – sie können nach der Ernte innerhalb eines Jahres wieder zwei Meter hoch wachsen.

Die erste Ernte im Jahr 2010 brachte 2,68 Tonnen Holz ein. Bis 2016 hatte die Plantage vier Ernten durchlaufen, die letzte davon im Februar desselben Jahres. Die jüngste Ernte 2019 erbrachte 10,1 Tonnen und zeigte damit eine steigende Produktivität im Laufe der Zeit.

Seit dem Erfolg in Halle-Neustadt sind ähnliche Projekte in ganz Deutschland entstanden. Leipzig betrieb von 2009 bis 2019 städtische Wälder auf Brachflächen. Eine andere Stadt begann 2017, ein ehemaliges Güterbahnhofsgelände in einen 1,2 Hektar großen Wald umzuwandeln, mit Plänen zur Erweiterung auf 5,6 Hektar. In Lichtenfels, Bayern, entstand kürzlich durch eine Aufforstungsaktion ein Klimawald mit Bürgerbeteiligung.

Der Niederwald in Halle-Neustadt hat sowohl energetische als auch ökologische Vorteile gebracht. Sein Modell hat kleine urbanen Forstwirtschaftsprojekte in anderen Regionen inspiriert. Die Plantage wächst weiter, wird geerntet und trägt so zu lokalen erneuerbaren Ressourcen bei.

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