Wie Hasan Leyla mit Fußball die Opfer des Münchner Anschlags ehrt
Zehn Jahre nach dem Münchner Anschlag von 2016 hält Hasan Leyla das Andenken an die Opfer durch den Fußball wach
Am 6. Juni 2026 organisierte Hasan Leyla ein Turnier zu Ehren der Getöteten – darunter sein 14-jähriger Sohn Can. Die Veranstaltung im Rahmen der Initiative „München erinnert“ brachte Angehörige und Unterstützer zusammen, um die öffentliche Aufmerksamkeit zurückzugewinnen.
Bei dem Anschlag von 2016 verloren neun Menschen ihr Leben, darunter Can Leyla und der 15-jährige Guiliano Kollmann, beide leidenschaftliche Fußballfans. Zunächst als Tat eines vereinzelten, psychisch gestörten Täters abgetan, wurde das Verbrechen später als rechtsterroristischer Anschlag eingestuft. Hasan Leyla lehnte die ursprüngliche Darstellung stets ab und kämpft für eine breitere Anerkennung der politischen Motive.
Das unter dem Namen „OEZ erinnert“ ausgetragene Turnier umfasste Mannschaften, die jeweils ein Opfer repräsentierten. Zwar gewann das Team „OEZ erinnert“ den Wettbewerb, doch im Mittelpunkt standen Teilhabe und gemeinsames Gedenken. Viele der Getöteten wie Can und Guiliano waren dem Fußball eng verbunden – ein passender Rahmen für die Ehrung.
Leyla mobilisiert nun Unterstützung für die Gedenkveranstaltungen zum zehnten Jahrestag am 22. Juli 2026. Sein Engagement zielt darauf ab, dem schwindenden öffentlichen Bewusstsein für den Anschlag entgegenzuwirken und sicherzustellen, dass die Opfer nicht in Vergessenheit geraten.
Das Fußballturnier war ein Schritt, um die Opfer zu ehren und die anfängliche Fehleinschätzung des Anschlags zu hinterfragen. Mit dem bevorstehenden Jahrestag setzt Hasan Leyla seine Kampagne für mehr gesellschaftliche Auseinandersetzung fort. Die Veranstaltung diente zugleich als Mahnmal und als Aufruf zu dauerhafter Anerkennung.






