10 May 2026, 06:05

Windpark-Bau in Zootzen: NABU stoppt Projekt wegen seltener Tierarten

Windmühle in einem eingezäunten Feld mit Bäumen, bewölktem Himmel und fliegenden Vögeln.

Windpark-Bau in Zootzen: NABU stoppt Projekt wegen seltener Tierarten

Ein Rechtsstreit um den Bau eines Windparks in der Nähe von Zootzen im Landkreis Ostprignitz-Ruppin hat für Aufsehen gesorgt. Die Naturschutzorganisation NABU hat einen Eilantrag eingereicht, um die Bauarbeiten zu stoppen, mit der Begründung, das Projekt gefährde seltene Tierarten in der Region. Im Mittelpunkt des Konflikts steht die mögliche Schädigung von Vögeln und Fledermäusen, darunter auch geschützte Arten.

Das Landesamt für Umwelt hatte im März grünes Licht für elf Windkraftanlagen in Wittstock/Dosse gegeben. Der NABU reagierte umgehend und leitete am 20. April eine Klage vor dem Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg ein.

Ein zentrales Problem ist ein Mäusebussard-Horst, der direkt in der geplanten Kranbahn für den Bau liegt. Der NABU besteht darauf, dass das Nest entfernt werden muss, um Störungen der Vögel zu vermeiden. Zudem weist die Organisation auf die Nähe von Seeadler-Horsten hin, die nur 700 Meter von den geplanten Turbinen entfernt liegen.

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Doch nicht nur Vögel sind betroffen: Die Wittstocker Ruppiner Heide beherbergt eine bedeutende Population der gefährdeten Breitflügelfledermäuse. Der NABU warnt, dass Kollisionen mit den Rotorblättern diese seltenen Arten sowie andere geschützte Fledermauspopulationen in der Region dezimieren könnten.

Nun muss das Gericht entscheiden, ob der Bau fortgesetzt werden darf oder ob weitere Umweltuntersuchungen erforderlich sind. Sollte der NABU mit seinem Antrag erfolgreich sein, könnten sich Verzögerungen oder Änderungen für den Windpark ergeben. Das Urteil könnte richtungsweisend für die Abwägung zwischen erneuerbaren Energien und Artenschutz in der Region werden.

Quelle