Wolfenbüttel plant bis 2040 die klimaneutrale Wärmewende – jetzt sind Bürger gefragt
Moritz HoffmannWolfenbüttel plant bis 2040 die klimaneutrale Wärmewende – jetzt sind Bürger gefragt
Wolfenbüttel treibt seine Pläne zur Umstellung der Wärmeversorgung voran – das Ziel ist klar: Bis 2040 soll die Stadt komplett CO₂-frei mit Wärme versorgt werden. Nun hat die Verwaltung einen Strategieentwurf vorgelegt und bittet Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen sowie öffentliche Gruppen um Stellungnahmen, bevor die Details finalisiert werden.
Aktuell verbraucht Wolfenbüttel jährlich rund 600 Gigawattstunden Wärme. Derzeit stammen 90 Prozent davon aus fossilen Brennstoffen, während erneuerbare Energien lediglich einen Anteil von 6 Prozent ausmachen. Um dies zu ändern, hat der Stadtrat die Stadt in 46 separate Zonen unterteilt, für die jeweils ein eigener Fahrplan zur Dekarbonisierung erarbeitet wurde.
Für das Jahr 2040 wurden zwei mögliche Szenarien skizziert. Beide setzen auf Wärmepumpen und den Ausbau der Fernwärmenetze, um Gas und Öl zu ersetzen. Beide gehen zudem von einem vollständigen Ausstieg aus fossilen Energieträgern innerhalb der nächsten 16 Jahre aus. Allerdings erfordert die Umstellung auch einen Ausbau des lokalen Stromnetzes, da die steigende Nachfrage durch Wärmepumpen und Elektrofahrzeuge die bestehende Infrastruktur belastet.
Der Entwurf liegt bis Ende Mai zur öffentlichen Konsultation aus. Nach dieser Prüfphase wird die endgültige Version die Grundlage für die Umsetzung der Strategie bilden. Wird der Plan angenommen, wird er Wolfenbüttels Weg aus der fossilen Wärmeversorgung weisen. Die Stadt strebt an, die Umstellung bis 2040 abzuschließen – gestützt auf Wärmepumpen, Fernwärme und ein modernisiertes Stromnetz. Der nächste Schritt hängt nun von den Rückmeldungen ab, die während der aktuellen Beteiligungsphase gesammelt werden.






