15 April 2026, 08:05

Zeitumstellung 2023: Was Arbeitnehmer über Lohn und Schichten wissen müssen

Plakat mit "Nordwestpazifische Kalender Zeitplan" auf schwarzem Hintergrund.

Zeitumstellung 2023: Was Arbeitnehmer über Lohn und Schichten wissen müssen

Uhrumstellung in Deutschland: Was die Zeitumstellung für Arbeitnehmer und Arbeitgeber bedeutet

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In der Nacht vom 28. auf den 29. März 2023 werden in Deutschland die Uhren um eine Stunde vorgestellt. Die Umstellung kann dazu führen, dass Schichten eine Stunde früher enden – mit möglichen Auswirkungen auf die Bezahlung einiger Arbeitnehmer. Arbeitgeber müssen dabei strenge Regeln zu Überstunden und Vergütung beachten.

Um 2:00 Uhr springt die Uhr am 29. März direkt auf 3:00 Uhr, sodass die Nacht um eine Stunde kürzer ausfällt. Arbeitgeber dürfen zwar verlangen, dass Schichten bis zur ursprünglich geplanten Endzeit fortgesetzt werden, wenn ein unterbrechungsfreier Betrieb erforderlich ist. Sie können Arbeitnehmer jedoch nicht einfach verpflichten, die verlorene Stunde nachzuarbeiten, ohne dass dies vorher vereinbart wurde.

Für Arbeitnehmer mit Stundenlohn könnte die kürzere Schicht zu einem geringeren Gehalt führen – es sei denn, Tarifverträge oder individuelle Arbeitsverträge regeln dies anders. Ohne eine solche Vereinbarung dürfen Überstunden nur dann angeordnet werden, wenn sie auch bezahlt werden. Festangestellte mit Gehaltsvertrag hingegen erhalten weiterhin ihr volles Entgelt.

Anders verhält es sich bei der Zeitumstellung im Herbst, wenn die Uhren am 24. auf den 25. Oktober 2026 zurückgestellt werden. Ob Arbeitnehmer dann die zusätzliche Stunde arbeiten müssen, hängt von ihrem Vertrag, den betrieblichen Regelungen oder Tarifverträgen ab. Manche Vereinbarungen sehen bereits vor, dass gelegentliche Überstunden über Arbeitszeitkonten, finanzielle Ausgleiche oder die Einbeziehung in das Bruttogehalt abgegolten werden.

Das Bundesarbeitsgericht hat klare Richtlinien zu diesen Fragen festgelegt. Arbeitgeber müssen sie einhalten, um Streitigkeiten über Löhne und Arbeitszeiten zu vermeiden.

Die anstehende Zeitumstellung wird zeigen, wie Unternehmen mit Schichtplanung und Bezahlung umgehen. Stundenlöhner ohne spezielle Regelungen könnten weniger verdienen, während Festangestellte keine Veränderungen spüren. Betriebe sind verpflichtet, die gesetzlichen Vorgaben einzuhalten, um eine faire Behandlung aller Beschäftigten während des Übergangs zu gewährleisten.

Quelle