Zigarettenverkäufe in Deutschland stagnieren – doch E-Zigaretten boomen vor Steuererhöhung

Admin User
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Eine Person hält eine Zigarette in der Hand.

Anzahl der besteuerten Zigaretten im Jahr 2025 ähnlich wie im Vorjahr - Zigarettenverkäufe in Deutschland stagnieren – doch E-Zigaretten boomen vor Steuererhöhung

Tabakverkäufe in Deutschland zeigen 2025 kaum Veränderungen – trotz sich wandelnder Verbrauchergewohnheiten

Während der Konsum herkömmlicher Zigaretten weiter rückläufig ist, deutet ein deutlicher Anstieg der Bestellungen von Steuerzeichen für E-Zigaretten-Liquids auf eine wachsende Nachfrage hin – noch vor der geplanten Steuererhöhung.

Bis Ende November 2025 hatte Deutschland 62,6 Milliarden Zigaretten versteuert – leicht unter den 66,2 Milliarden des Vorjahres. Der Bundesverband des Tabakwareneinzelhandels (BVTE) rechnet für das Gesamtjahr mit einem Absatz von rund 66 Milliarden Stück, was in etwa dem Niveau von 2024 entspricht. Dies folgt auf den leichten Anstieg im vergangenen Jahr, der nach fünf Jahren rückläufiger Zahlen erstmals wieder ein Plus bei den versteuerten Zigaretten verzeichnete.

Der Verkauf von Feinschnitttabak zum Selbstdrehen blieb mit 23.635 metrischen Tonnen stabil und entspricht damit den Werten von 2024. Der Zigarettenkonsum hat sich hingegen in den letzten 25 Jahren mehr als halbiert – ein klarer Langzeittrend nach unten.

Die Zollverwaltung überwacht die Tabakbesteuerung über ihre Hauptzollämter und Zollfahndungsämter. Zu ihren Aufgaben gehören die Durchsetzung des Tabaksteuergesetzes sowie die Bekämpfung des Schwarzmarkts mit unversteuerten Produkten.

Auffällig ist die Entwicklung bei E-Zigaretten-Liquids: Hier stiegen die Bestellungen von Steuerzeichen 2025 um über 22 Prozent. Branchenbeobachter führen diesen Anstieg auf die bevorstehende Steuererhöhung zum Jahresbeginn 2026 zurück.

Insgesamt bleibt der deutsche Tabakmarkt vorerst stabil, mit weitgehend konstanten Zigarettenverkäufen nach dem leichten Aufschwung im Vorjahr. Der starke Anstieg bei den Steuerzeichen für E-Zigaretten legt jedoch nahe, dass Verbraucher Vorräte anlegen, um den höheren Kosten zu entgehen. Die Zollbehörden behalten die Einhaltung der Vorschriften im Blick, während sich die Steuerpolitik weiterentwickelt.