Zukunft des Old Texas Town in Spandau: Räumungsklage droht nach gescheiterten Verhandlungen
Lea KrauseZukunft des Old Texas Town in Spandau: Räumungsklage droht nach gescheiterten Verhandlungen
Der seit Langem schwelende Streit um die Zukunft des Old Texas Town im Berliner Bezirk Spandau bleibt weiter ungelöst. Die Verhandlungen zwischen dem Grundstückseigentümer, der Firma Dr. Aldinger & Fischer, und dem örtlichen Bezirksamt sind gescheitert. Nun droht dem Verein eine Räumungsklage des Grundbesitzers.
Dr. Aldinger & Fischer hatte eine fünfjährige Übergangsregelung für das Gelände an der Paulsternstraße vorgeschlagen. Das Bezirksamt lehnte dies ab und bestand auf einer langfristigeren Lösung. Es behauptet, seine Forderungen bereits von einer unbefristeten Sicherung auf zwölf Jahre und später auf acht Jahre reduziert zu haben.
Der Eigentümer jedoch war nicht bereit, über die von ihm angebotene fünfjährige Duldsfrist hinauszugehen. Das Unternehmen drängt auf eine mittelfristige gewerbliche Entwicklung des Areals. Das Bezirksamt machte deutlich, dass es den Bebauungsplan von 2012 nicht ändern werde, um eine solche Nutzung zu ermöglichen.
Der Verein Old Texas Town möchte auf dem Gelände bleiben, doch sein Pachtvertrag ist bereits abgelaufen. Das Bezirksamt bestreitet, rechtliche Sicherheit zu verweigern, und argumentiert, dass solche Garantien nicht einseitig eingefordert werden könnten.
Da die Gespräche in einer Sackgasse stecken, muss der Verein nun mit juristischen Schritten rechnen. Während der Eigentümer die Räumung vorantreibt, hält das Bezirksamt an seiner Haltung zur Bauplanung fest. Die Zukunft des Old Texas Town bleibt ungewiss.






