03 April 2026, 10:07

23-Jähriger wegen versuchten Mordes durch Molotowcocktails vor Gericht

Balkendiagramm, das die Anzahl der muslimischen Amerikaner zeigt, die seit 2001 in den USA an gewaltsamer Extremismus beteiligt waren, mit begleitendem Erklärungstext.

23-Jähriger wegen versuchten Mordes durch Molotowcocktails vor Gericht

Ein 23-jähriger Mann muss sich wegen versuchten Mordes vor Gericht verantworten, nachdem er in Baden-Württemberg eine Serie von Brandanschlägen mit Molotowcocktails verübt haben soll. Tobias K. gestand, im vergangenen Oktober mehrere Brände gelegt zu haben, darunter einen Angriff auf das Wohnhaus eines ehemaligen AfD-Politikers. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, aus linksextremistischer Motivation gehandelt zu haben.

Die Taten ereigneten sich in den frühen Morgenstunden des 19. Oktober in Leibertingen. Zunächst warf Tobias K. einen Benzinbrandsatz auf ein Auto, das dem Lebensgefährten von Michael K., einem Unternehmer und ehemaligen AfD-Gemeinderat, gehörte. Als der Angeklagte versuchte, die Flammen zu löschen, zog er sich Verbrennungen an den Füßen zu.

Anschließend schleuderte er einen zweiten Molotowcocktail auf ein Wohngebäude, in dem sechs Menschen schliefen. Ermittler bestätigten später, dass er billigend in Kauf genommen hatte, diese zu töten. Kurze Zeit später griff er Einsatzkräfte der Polizei und Feuerwehr mit einem weiteren Brandsatz an, als diese am Tatort eintrafen.

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Vor dem Landgericht Hechingen argumentierten die Staatsanwälte, die Angriffe seien politisch motiviert gewesen. Tobias K. behauptete, er sei durch AfD-Aufkleber auf einem parkenden Auto provoziert worden, was ihn zur Zündung des ersten Sprengsatzes veranlasst habe. Die Staatsschutzabteilung der Stuttgarter Staatsanwaltschaft geht jedoch davon aus, dass er allein handelte – getrieben von linksextremistischem Gedankengut.

In einer von seinem Anwalt verlesenen Erklärung zeigte sich Tobias K. reumütig und schämte sich für seine Taten. Der Prozess soll an vier separaten Verhandlungstagen stattfinden; mit einem Urteil wird bis Mitte April gerechnet.

Der Fall steht im Kontext eines allgemeinen Anstiegs politisch motivierter Straftaten in Baden-Württemberg. Offizielle Statistiken verzeichnen einen Zuwachs solcher Delikte um 41,2 Prozent im vergangenen Jahr, wobei keine genauen Daten zu linksextremistischen Brandanschlägen vorliegen. Über die Vorwürfe gegen Tobias K., darunter versuchter Mord, wird in den kommenden Wochen entschieden.

Quelle