Oettinger stärkt Vorstand mit zwei neuen Führungskräften für schwierige Biermarkt-Zeiten
Jonas SchulteOettinger stärkt Vorstand mit zwei neuen Führungskräften für schwierige Biermarkt-Zeiten
Oettinger, einer der größten Getränkehersteller Deutschlands, hat zwei Schlüsselpersonalien für seinen Vorstand bekannt gegeben. Thilo R. Pomykala wird am 1. April als Geschäftsführer in das Unternehmen eintreten, während die langjährige Mitarbeiterin Dominika Steinberg erweiterte Verantwortungsbereiche übernimmt. Die personellen Wechsel erfolgen in einer Phase, in der sich der Konzern in einem schwierigen Umfeld auf dem deutschen Biermarkt behaupten muss.
Thilo R. Pomykala bringt umfangreiche Erfahrung mit: Über sechs Jahre leitete er als Geschäftsführer die Bereiche Vertrieb, Marketing und Innovation bei Hochwald und prägte maßgeblich das strategische Wachstum des Unternehmens im Segment der schnelldrehenden Konsumgüter (FMCG). Zuvor war er für Unilever tätig und arbeitete in Führungspositionen bei der Semper idem Underberg AG, Meggle sowie Hochland.
Dominika Steinberg, die seit 2015 bei Oettinger beschäftigt ist, wird künftig zusätzlich zu ihren bisherigen Aufgaben die Bereiche Produktion und Technik verantworten. Bisher als Leiterin für Personal und IT tätig, rückt sie nun in den Vorstand auf und stärkt damit die Führungsebene des Unternehmens. Pia Kollmar, Eigentümerin von Oettinger und zuständige Geschäftsführerin für Finanzen, Strategie und Einkauf, begrüßte Pomykalas Eintritt und betonte dessen Fachwissen als wertvolle Bereicherung für das Team.
Die Neubesetzungen folgen auf ein schwieriges Jahr für die deutsche Braubranche: 2025 schrumpfte der Markt um sechs Prozent – der stärkste Rückgang seit der Wiedervereinigung. Dennoch hielt Oettinger seine Position als siebtgrößte Brauerei Deutschlands mit einer Produktion von 6,6 Millionen Hektolitern. Allerdings schloss das Unternehmen seine Brauerei in Braunschweig und sah sich mit Umstrukturierungsherausforderungen konfrontiert. Mit rund 700 Mitarbeitenden an den Standorten Oettingen in Bayern sowie Mönchengladbach in Nordrhein-Westfalen bleibt Oettinger seit seiner Gründung im Jahr 1731 ein familiengeführtes Unternehmen. Jährlich füllt der Konzern etwa eine Milliarde Flaschen und Dosen ab – mit Bier, Biermischgetränken und Erfrischungsgetränken.
Mit Pomykalas Zusage und Steinbergs erweiterter Rolle sendet Oettinger ein klares Signal für einen strategischen Kurswechsel, um sich den Marktherausforderungen zu stellen. Das Unternehmen bleibt eine prägende Kraft in der deutschen Getränkebranche und verbindet Tradition mit moderner Führung. Beide Positionen treten Anfang April in Kraft: Während Pomykala sich auf Wachstumsstrategien konzentriert, wird Steinberg Produktion und Technik steuern.






