29 April 2026, 14:08

AfD plant 65-Millionen-Brücke in Halle – doch Kritik wächst rasant

Eine Brücke spannt einen Fluss mit fahrenden Autos darauf, vor einer Kulisse aus Bäumen und Gebäuden.

AfD plant 65-Millionen-Brücke in Halle – doch Kritik wächst rasant

Die AfD-Fraktion im Stadtrat von Halle (Saale) hat einen ehrgeizigen Plan vorgelegt, um die Ausgabenprioritäten der Stadt neu zu gestalten. Sie schlägt vor, 65 Millionen Euro aus Bundes-Sondermitteln umzuschichten, um eine neue zweispurige Brücke über die Saale zu bauen. Der Vorschlag hat bereits unter lokalen Politikern und Bürgern für Diskussionen gesorgt.

Die geplante Brücke würde Halle-West und Halle-Süd verbinden und auf beiden Seiten Radwege aufweisen. Laut AfD würde sie den Verkehrsstau im Stadtzentrum verringern und unnötige Umwege für Autofahrer vermeiden. Die Partei argumentiert, dass Privatpersonen dadurch jährlich rund 4,16 Millionen Euro an Sprit- und Fahrzeugkosten sparen könnten, während Pendler und Unternehmen über 600.000 Stunden pro Jahr gewinnen würden – was einem wirtschaftlichen Wert von 16 Millionen Euro entspreche.

Um das Projekt zu finanzieren, fordert die AfD drastische Kürzungen bei fast allen anderen geplanten Investitionen. Die Sondermittel dürften ihrer Ansicht nach nicht für "Wahlgeschenke" verschwendet oder zur "Stopfung von Haushaltslücken" genutzt werden. Bedenken hinsichtlich der Umwelt werden zurückgewiesen – die Fraktion betont, dass wirtschaftliche und soziale Vorteile Vorrang hätten.

Allerdings warnt René Rebenstorf, Leiter des Bauamts Halle, dass der Vorschlag auf langwierige juristische Auseinandersetzungen stoßen könnte. Seine Einschätzung unterstreicht mögliche Verzögerungen, bevor mit dem Bau begonnen werden könnte.

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Sollte der Plan genehmigt werden, wäre die Brücke ein bedeutendes Infrastrukturprojekt für Halle. Die AfD will damit die Verwendung der Bundesmittel neu ausrichten und den Verkehr anderen Investitionen vorziehen. Nun müssen die Verantwortlichen die wirtschaftlichen Versprechen gegen rechtliche Risiken und ökologische Aspekte abwägen.

Quelle