17 June 2026, 19:26

Barrierefreier Zugang für Halle-Neustadts Verwaltungskomplex sorgt für Streit über Kosten

200.000 Euro für Barrierefreiheit: Streit im Finanzausschuss um 'Versilberte Rampe' in Halle-Neustadt

Barrierefreier Zugang für Halle-Neustadts Verwaltungskomplex sorgt für Streit über Kosten

Verwaltungskomplex „Am Stadion 6“ in Halle-Neustadt erhält barrierefreien Zugang – Debatte um Kosten und Nutzen

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Der Regierungskomplex „Am Stadion 6“ in Halle-Neustadt steht vor umfassenden Modernisierungsmaßnahmen. Eine neue, barrierefreie Rampe soll den Zugang für alle Besucher verbessern. Das Projekt hat jedoch eine Diskussion über seine Notwendigkeit und die Höhe der Kosten ausgelöst.

Der Finanzausschuss gab am Dienstag grünes Licht für die Investition in Höhe von 200.000 Euro. Die Mittel stammen aus nicht verwendeten Haushaltsrestmitteln der Stadt, die ursprünglich für die LED-Aufrüstung der Händel-Halle vorgesehen waren. Die Abschlussrechnung wies einen Überschuss aus, der die Umwidmung ermöglichte.

Die bestehende Treppe im Komplex stellt derzeit eine Hürde für Rollstuhlfahrer, Gehbehinderte mit Rollatoren sowie Eltern mit Kinderwagen dar. Bürgermeister Egbert Geier bezeichnete den Standort als „zweiten wichtigsten Anlaufpunkt für Bürger nach dem Rathaus“. Ein Landesgesetz zur Barrierefreiheit schreibt vor, dass öffentliche Gebäude ohne fremde Hilfe nutzbar sein müssen.

Die Stadtverwaltung entschied sich nach Abwägung verschiedener Alternativen – darunter ein Treppenlift oder personelle Unterstützung – für den Bau der Rampe. Diese sei die nachhaltigste Lösung, argumentierten die Verantwortlichen. Die hohen Kosten begründeten sie mit der Länge der Rampe und den gesetzlich vorgeschriebenen Neigungswinkeln.

Kritik kam unter anderem von Ulrike Wünscher (CDU), die die Ausgaben als „Sonderrampe“ bezeichnete. Alexander Raue (AfD) setzte den Preis in Relation zu den Baukosten eines Einfamilienhauses und bezeichnete ihn als überhöht.

Die neue Rampe wird den Verwaltungskomplex vollständig barrierefrei machen. Da für das Projekt bestehende Überschüsse genutzt werden, sind keine zusätzlichen Haushaltsmittel erforderlich. Die Bauarbeiten sollen wie geplant unter den genehmigten Bedingungen voranschreiten.

Quelle