Berlin sucht kühle Zuflucht: Kirchen und Museen als Rettung bei Hitze?
Berlin sucht nach Wegen, um Bewohner:innen während Hitzewellen kühl zu halten. Die Grünen-Politiker Werner Graf hat vorgeschlagen, klimatisierte Kunstmuseen und Ausstellungshallen kostenlos zu öffnen. Auch Kirchen könnten mit ihren von Natur aus kühlen Innenräumen Zuflucht bieten.
Die katholische und evangelische Kirche in Berlin und Brandenburg haben ihre Gemeinden aufgefordert, geeignete Räumlichkeiten als kühle Rückzugsorte bereitzustellen. Doch viele bleiben aus Angst vor Diebstahl, Vandalismus und Haftungsfragen verschlossen. Finanzielle Engpässe erschweren zudem eine durchgehende Öffnung – die meisten Kirchen sind auf ehrenamtliche Helfer:innen angewiesen.
Nur wenige Berliner Kirchen haben derzeit täglich geöffnet. Die Marienkirche am Fernsehturm ist dank Touristenspenden und einem hauptamtlichen Küster täglich zugänglich. Die Apostel-Paulus-Kirche in Schöneberg bleibt dank des Engagements von Gemeinde- und Nachbarschaftshelfer:innen ganzjährig geöffnet. Auch die Wichernkirche im Norden Spandaus steht offen, verzeichnet aber noch keinen verstärkten Andrang von Hitzegeplagten.
Die Opposition kritisiert den Senat, zu wenig für kühle Rückzugsorte zu tun. Die Behörden müssten Kirchen aktiver einbinden, um das Problem zu lösen. Angesichts begrenzter Mittel und Sicherheitsbedenken können jedoch nicht alle Kirchen ihre Türen öffnen. Einige wie die Marienkirche und Apostel-Paulus-Kirche dienen bereits als kühle Zufluchtsorte. Die Debatte darüber, wie der Zugang zu solchen Orten bei extremer Hitze ausgeweitet werden kann, geht weiter.
