Boryszew Kunststofftechnik stellt Produktion ein – 400 Jobs in Gefahr
Leon SchulzKein Investor: Auto-Zulieferer Boryszew stoppt Produktion - Boryszew Kunststofftechnik stellt Produktion ein – 400 Jobs in Gefahr
Boryszew Kunststofftechnik, einer der größten Automobilzulieferer Sachsen-Anhalts, stellt bis Ende 2023 die Produktion ein. Das Unternehmen, das sich auf Innenraumkomponenten für große Hersteller wie die Volkswagen Group spezialisiert hat, konnte keine langfristigen Aufträge sichern. Der Insolvenzverwalter Silvio Höfer bestätigte die Entscheidung, nachdem die Suche nach einem nachhaltigen Investor gescheitert war.
Von der Schließung betroffen sind zwei Standorte: das Werk in Gardelegen mit 330 Beschäftigten und der Standort Idar-Oberstein mit rund 100 Mitarbeitern. Die Belegschaften beider Standorte wurden bereits über die Stilllegung informiert. Die Produktion wird bis Dezember schrittweise eingestellt.
Versuche, das Unternehmen zu retten, begannen im Mai 2023, als intensive Gespräche mit mehreren potenziellen Investoren geführt wurden. Doch die schwierigen Rahmenbedingungen in der deutschen Automobilbranche machten eine Einigung unmöglich. Trotz dieses Rückschlags versprach der Insolvenzverwalter, weiter nach einer Investorenlösung zu suchen.
Das Kerngeschäft von Boryszew liegt in der Herstellung von Fahrzeuginnenraumkomponenten. Die Unfähigkeit, neue Aufträge zu akquirieren, führte letztlich zur Entscheidung, den Betrieb einzustellen.
Die Stilllegung bedeutet das Ende der Produktion an zwei wichtigen Standorten und lässt über 400 Mitarbeiter in Unsicherheit zurück. Der Insolvenzverwalter betonte, dass die Bemühungen um eine letzte Rettungslösung fortgesetzt werden. Bis zum Dezember bleibt die Zukunft des Unternehmens jedoch ungewiss.






