02 April 2026, 22:05

Brandenburgs Wohnungsbau bremst trotz bundesweitem Aufschwung aus

Detailierte alte Karte von Brandenburg, Deutschland, mit Straßen, Gebäuden, Parks und Sehenswürdigkeiten.

Brandenburgs Wohnungsbau bremst trotz bundesweitem Aufschwung aus

Brandenburg verzeichnet Rückgang bei genehmigten Wohneinheiten trotz bundesweitem Bauboom

Trotz eines bundesweiten Anstiegs im Wohnungsbau geht in Brandenburg die Zahl der genehmigten Wohneinheiten zurück. 2025 wurden im Land 7.962 neue Wohnungen bewilligt – ein Rückgang um 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Unterdessen hat die neue Koalitionsregierung Pläne angekündigt, um bezahlbaren Wohnraum und Wohneigentum für Haushalte mit niedrigem und mittlerem Einkommen zu fördern.

Der Rückgang in Brandenburg steht im deutlichen Kontrast zu den Entwicklungen in anderen Regionen. Während Berlin einen Anstieg bei den Baugenehmigungen verzeichnete, gingen die Zahlen in Brandenburg 2025 zurück. Bundesweit stiegen die Baugenehmigungen 2025 im Vergleich zu 2024 um 10,8 Prozent, allein im Januar 2026 gab es ein Plus von 8,4 Prozent.

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Die SPD/CDU-Koalition hat nun Maßnahmen vorgelegt, um diesen Trend umzukehren. Ein zentraler Punkt ist die Verdopplung der Förderung für selbstgenutztes Wohneigentum, insbesondere für junge Familien. Sozialer Mietwohnungsbau bleibt zwar Priorität, doch die Landesregierung will auch den Erwerb von Wohneigentum erleichtern.

Andere Bundesländer haben bereits Schritte unternommen, um den Wohnungsbau zu beschleunigen. Reformen des Bundes-Baugesetzbuchs (BauGB) ermöglichen nun schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren für wichtige Projekte. Städte wie Dresden verzeichneten 2025 einen Anstieg der Genehmigungen um 21 Prozent, während Teltow durch mehrgeschossige Neubauten 100 bis 400 zusätzliche Wohnungen schaffen will. Brandenburg plant, ähnliche Strategien zu übernehmen, um den Bestand an bezahlbarem Wohnraum zu erhöhen.

Die Förderung soll ausgeweitet werden, um Haushalten mit niedrigem und mittlerem Einkommen unter die Arme zu greifen. Die Regierung betont, dass die Stärkung des Wohneigentums nicht auf Kosten des sozialen Wohnungsbaus gehen werde, der weiterhin ein Kernstück der Wohnungsbaupolitik bleibe.

Der Wohnungsmarkt in Brandenburg steht vor Herausforderungen: Trotz des bundesweiten Aufschwungs gingen die Genehmigungen 2025 zurück. Mit mehr Subventionen, beschleunigten Bauverfahren und besserer Unterstützung für Erstkäufer will die Koalition die Bezahlbarkeit verbessern. Gelingen die Maßnahmen, könnten sie in den kommenden Jahren sowohl für Mieter als auch für angehende Eigentümer die Situation entspannen.

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