Corny Littmann feiert 50 Jahre Bühne – ein Leben für das Theater

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Drei Frauen stehen auf der Bühne und spielen Geigen, mit Notenpulten und Noten davor, während ein Zuschauer im Vordergrund sitzt; eine Uhr ist an der weißen Rückwand angebracht, und ein weißer Vorhang ist links sichtbar.

Theaterregisseur Corny Littmann feiert 50-jähriges Bühnenjubiläum - Corny Littmann feiert 50 Jahre Bühne – ein Leben für das Theater

Corny Littmann, der bekannte Theaterregisseur, Schauspieler und Impresario, feiert am 13. Januar sein 50-jähriges Bühnenjubiläum. Seine Karriere begann 1976, als er Deutschlands erste offen schwule Theatergruppe mitgründete. Über die Jahrzehnte hinweg hat er die Hamburger Kulturszene mit bahnbrechenden Inszenierungen und ikonischen Spielstätten geprägt.

Geboren 1952 in Münster, zog Littmann mit 15 Jahren nach Hamburg. 1976 schloss er sich mit Hans-Georg Berger zusammen und gründete Brühwarm, eine Theatergruppe, die am 13. Januar 1976 im Fabrik-Club ihre Premiere feierte. Damit entstand die erste offen schwule Theatercompagnie Deutschlands.

1982 brachten Littmann und Gunter Schmidt mit Familie Schmidt ein Tourneetheater auf die Bühne, dessen erste Produktion Deutsch, aufrecht, homosexuell hieß. Sechs Jahre später eröffneten sie das Schmidt Theater mit dem Stück Sag „Bitte“ und ich singe, das später durch Ausstrahlungen im NDR bundesweit bekannt wurde. Die Expansion ging 1991 mit dem Schmidts Tivoli weiter, 2015 folgte das Schmidtchen. Beide Häuser wurden zu festen Größen auf der Hamburger Reeperbahn und boten eine Mischung aus Musicals, Schlager-Revuen und langjährigen Erfolgsstücken. Zu seinen bekanntesten Werken zählen Hot Corner und Die Könige vom Kiez, in denen Littmann oft selbst Regie führt und auf der Bühne steht. Besonders schätzt er es, „gebrochene Charaktere“ zu spielen.

Littmanns fünf Jahrzehnte umfassende Karriere hat das deutsche Theater nachhaltig geprägt. Von der Pionierarbeit für schwule Sichtbarkeit bis zur Schaffung zentraler Kulturorte bleibt sein Einfluss ungebrochen. Das Jubiläum würdigt nicht nur seine Langlebigkeit, sondern auch seine prägende Rolle für Hamburgs lebendige Kunst- und Kulturszene.