Dax Bierbörse in Braunschweig meldet vorläufige Insolvenz an
Die Dax Bierbörse in Braunschweig steht nun unter vorläufiger Insolvenzverwaltung. Die finanziellen Probleme hatten sich wochenlang zugespitzt, bevor der offizielle Antrag eingereicht wurde. Geschäftsführer Gökhan San stellte den Insolvenzantrag beim zuständigen Amtsgericht, das am Mittwoch die vorläufige Verwaltung anordnete.
Als vorläufiger Insolvenzverwalter wurde Henning Bosse bestellt. Er traf sich mit den rund 30 betroffenen Mitarbeitenden, um das weitere Vorgehen zu erläutern. Die Gehälter der Belegschaft werden für die nächsten drei Monate durch das Insolvenzgeld abgesichert, was kurzfristig für Stabilität sorgt.
Der Betrieb läuft vorerst wie gewohnt weiter. Bosse sucht aktiv nach einer langfristigen Lösung und führt Gespräche mit potenziellen Investoren. Parallel wurde eine gofundme-Kampagne gestartet, um 100.000 Euro für die Stabilisierung des Unternehmens zu sammeln – bisher kamen jedoch erst 1.000 Euro zusammen.
Die Muttergesellschaft BMV Gaststättenbetriebsgesellschaft verzeichnete in den Jahren 2022 und 2023 kumulierte Verluste von rund 180.000 Euro. Die Suche nach einer nachhaltigen Zukunft für die Dax Bierbörse ist damit in eine entscheidende Phase eingetreten.
Mit der gerichtlichen Entscheidung steht der Betrieb vorerst unter vorübergehender Kontrolle, während gleichzeitig alles daran gesetzt wird, das Überleben des Unternehmens zu sichern. Die Mitarbeitenden erhalten für drei Monate ihr Gehalt, und der Betrieb bleibt kurzfristig unverändert. Über die nächsten Schritte wird die Entwicklung der Gespräche Bosses mit Investoren entscheiden.






