Die Linke wählt neue Führung und positioniert sich vor Landtagswahlen
Moritz HoffmannDie Linke wählt neue Führung und positioniert sich vor Landtagswahlen
Die Linke hat auf ihrem Parteitag in Potsdam eine neue Führung gewählt. Luigi Pantisano wurde mit knapp über 53 Prozent der Stimmen zum neuen Co-Vorsitzenden gewählt und löst damit Jan van Aken ab. Ines Schwerdtner wurde ebenfalls mit starker Unterstützung der Delegierten in ihrem Amt bestätigt.
Jan van Aken hatte aus gesundheitlichen Gründen auf eine weitere Kandidatur verzichtet, was Pantisano den Weg in die Führungsposition ohne Gegenkandidatur ebnete. Schwerdtner hingegen steigerte ihr Ergebnis im Vergleich zu 2024 und erreichte rund 86 Prozent Zustimmung – fünf Prozentpunkte mehr als bei ihrer letzten Wahl.
Auf dem Parteitag wurde auch über die interne Spaltung in der Israel-Frage debattiert. Nach intensiven Diskussionen einigten sich die Delegierten auf einen Kompromiss und stuften die Handlungen Israels im Gaza-Krieg offiziell als Völkermord ein.
Der dreitägige Parteitag in Potsdam soll die politische Ausrichtung der Linken vor den anstehenden Landtagswahlen festlegen. Die Führung hofft, in den kommenden Monaten eine klare Strategie zu entwickeln. Die Partei könnte nach den Wahlen eine entscheidende Rolle bei Regierungsbildungen in Ostdeutschland spielen.
Pantisano und Schwerdtner führen die Partei nun ohne interne Konkurrenz an. Ihre Wahl fällt in eine Phase, in der die Linke nach Einheit in strittigen Fragen sucht. Die in Potsdam getroffenen Entscheidungen könnten ihren Einfluss auf künftige Koalitionsverhandlungen prägen.






