Drogenhandel und Lärm: Silberhöhe-Anwohner fühlen sich von der Stadt im Stich gelassen
Leon SchulzDrogenhandel und Lärm: Silberhöhe-Anwohner fühlen sich von der Stadt im Stich gelassen
Anwohner in der Nähe des Gesundheitszentrums Silberhöhe haben sich besorgt über anhaltende nächtliche Ruhezustörungen geäußert, darunter laute Partys und Geschrei. Zudem wird das Gebiet mit Drogenhandel in Verbindung gebracht. Die AfD-Fraktion drängt auf entschlossenere Maßnahmen der lokalen Behörden, doch ihr jüngster Antrag wurde vom Haupt- und Ordnungsausschuss der Stadt abgelehnt.
In ihrem Vorschlag forderte die AfD die Stadtverwaltung auf, eng mit der Landespolizei zusammenzuarbeiten, um die drogenbedingte Kriminalität rund um das Gesundheitszentrum zu bekämpfen. Zudem schlug sie eine bessere Beleuchtung in schlecht ausgeleuchteten Bereichen vor, um Straftaten vorzubeugen. Die Stadtverwaltung lehnte dies jedoch mit Verweis auf Haushaltsbeschränkungen und bestehende städtebauliche Richtlinien ab.
Der AfD-Stadtrat Paul Backmund veröffentlichte auf Social Media Videos, die angeblich Drogenhändler zeigen, die offen agieren und sogar Kinder ansprechen. Trotz dieser Vorwürfe bestätigte die Stadtverwaltung, dass in dem Gebiet regelmäßig Polizeistreifen und Kontrollen stattfinden. Zudem betonte sie, dass die Kriminalprävention – einschließlich der Drogenbekämpfung – in die Zuständigkeit der Polizei falle, nicht in die der Kommunalverwaltung.
Bei jüngsten Aufräumaktionen fanden Freiwillige in nahegelegenen Gebüschen weggeworfene Spritzen. Die Stadt räumte die anhaltenden Probleme ein, verwies jedoch auf geplante Aufwertungen im Rahmen des Projekts „Neugestaltung des Gesundheitszentrums-Vorplatzes Silberhöhe“. Aufgrund finanzieller Engpässe können zusätzliche Beleuchtungsverbesserungen jedoch nicht vorgezogen werden.
Andere politische Fraktionen lehnten den AfD-Antrag ab und argumentierten, dass die bestehenden präventiven Maßnahmen im Viertel ausreichten. Der Ausschuss lehnte den Vorschlag schließlich ab, sodass die Anwohner weiterhin auf die aktuellen Polizeimaßnahmen angewiesen sind.
Der Vorstoß der AfD für strengere Maßnahmen gegen Drogenhandel und nächtliche Störungen scheiterte damit im Ausschuss. Die Stadtverwaltung betont, dass Polizeistreifen aktiv seien, doch Haushaltsrestriktionen verhindern kurzfristige Verbesserungen der Beleuchtung. Bis auf Weiteres müssen sich die Anwohner auf die bestehenden Maßnahmen der Strafverfolgung verlassen, um die anhaltenden Probleme zu bewältigen.






