Emmendingen kürzt Abendbusse: 100.000 Euro Sparpotenzial bis Dezember
Jonas SchulteEmmendingen kürzt Abendbusse: 100.000 Euro Sparpotenzial bis Dezember
Der Landkreis Emmendingen hat Sparmaßnahmen vorgeschlagen, um den angespannten Haushalt zu entlasten. Nach der jüngsten Ausweitung des Angebots sind die Kosten für den öffentlichen Nahverkehr stark gestiegen, was eine Überprüfung der aktuellen Ausgaben erforderlich macht.
Die Verwaltung schlägt mehrere Änderungen vor, um die Ausgaben zu senken. So könnten die Verträge für Abendverbindungen auf Entwicklungsstrecken in Elzach, Denzlingen, Kenzingen und Herbolzheim auslaufen, was jährlich etwa 100.000 Euro einsparen würde. Die örtlichen Gemeinderäte müssen dann entscheiden, ob sie diese Linien weiter finanzieren oder den Betrieb bereits um 20 Uhr einstellen.
Durch eine weitere Optimierung des Schülerverkehrs und des allgemeinen Busangebots ließen sich im Haushalt 2027 voraussichtlich rund 200.000 Euro sparen. Ein diskutierter Mobilitätspass als neue Einnahmequelle wurde aufgrund hoher Verwaltungskosten und rechtlicher Bedenken verworfen. Die Reduzierung der Abendbusse ist bereits für die Fahrplanänderung im Dezember vorgesehen.
Der Umwelt- und Technikausschuss wird die Vorschläge am 29. Juni prüfen, der Kreistag trifft dann am 20. Juli die endgültige Entscheidung. Eine Verkehrsuntersuchung 2027 soll Daten für weitere Kürzungen im Jahr 2028 liefern.
Für 2026 plant der Landkreis, den lokalen Nahverkehr und den Schülertransport mit rund neun Millionen Euro zu bezuschussen. Die endgültigen Beschlüsse zu den Änderungen stehen nach der Ausschussberatung und der Abstimmung im Kreistag an. Ziel der Maßnahmen ist es, die steigenden Kosten mit einem notwendigen Grundangebot im öffentlichen Verkehr in Einklang zu bringen.
