EU führt digitale Identitätsbörse 2027 ein – was Nutzer wissen müssen
Jonas SchulteEU führt digitale Identitätsbörse 2027 ein – was Nutzer wissen müssen
Die EU entwickelt ein neues digitales Identifikationssystem für ihre Bürger. Die sogenannte EU-Digital-Identity-Wallet soll die Altersüberprüfung und Identitätskontrollen in ganz Europa vereinfachen. Das Projekt baut auf dem bestehenden elektronischen Identitätsrahmen Deutschlands auf und soll voraussichtlich Anfang 2027 an den Start gehen.
Mit der Wallet können Nutzer ihre Identität sowohl online als auch offline bestätigen. Zudem ermöglicht sie das digitale Speichern und Verwalten wichtiger Dokumente, während die Nutzer die Kontrolle über ihre persönlichen Daten behalten. Erste Testläufe finden bereits statt – die Bundesdruckerei übernimmt dabei die technische Infrastruktur für die Ausgabe der Personendaten.
Eine neue App zur Altersverifikation wird derzeit erprobt und soll später mit der Wallet verknüpft werden. Das System wird lokale, regionale und nationale Behörden integrieren, um eine flächendeckende Nutzung zu gewährleisten. Zunächst ist die Nutzung freiwillig, doch mit dem Rückgang der Bargeldnutzung und der Einführung des digitalen Euro könnte die Akzeptanz steigen.
Trotz des Fokus auf Sicherheit treibt die EU gleichzeitig Maßnahmen wie das Client-Side-Scanning voran, das nach Ansicht von Kritikern die Verschlüsselung schwächen könnte. Datenschützer warnen, dass die Wallet ohne ausreichende Regulierung Massenüberwachung oder Repression ermöglichen könnte.
Die EU-Digital-Identity-Wallet soll im Januar 2027 eingeführt werden. Sie verspricht Bürgern eine sichere und bequeme Möglichkeit, ihre Identität nachzuweisen und auf Dienstleistungen zuzugreifen. Dennoch bleiben Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes und möglicher Überwachung ein umstrittenes Thema.






