Fatma Deniz übernimmt Führung der TU Berlin in schwierigen Zeiten
Moritz HoffmannFatma Deniz übernimmt Führung der TU Berlin in schwierigen Zeiten
Fatma Deniz wird am 1. April 2023 neue Präsidentin der Technischen Universität Berlin (TU Berlin). Ihre Ernennung folgt auf eine akademische Karriere, zu der zuletzt das Amt der Vizepräsidentin für Digitalisierung und Nachhaltigkeit an derselben Hochschule gehörte. Die Universität mit rund 34.000 Studierenden steht unter ihrer Führung nun vor großen finanziellen und strukturellen Herausforderungen.
Die in München geborene Deniz verbrachte einen Teil ihrer Schulzeit in der Türkei, wo sie akademisch herausragte. Später studierte sie Informatik an der TU München, bevor sie 2008 am Bernstein Center for Computational Neuroscience und der TU Berlin ihre Promotion abschloss. Ihre Forschung führte sie auch nach Kalifornien, wo sie lehrte und an gemeinsamen Projekten mitwirkte.
2023 erhielt sie eine Professur für Informatik an der TU Berlin. Bereits ein Jahr später wurde sie zur Vizepräsidentin berufen und widmete sich dort der digitalen Transformation sowie Nachhaltigkeitsinitiativen. Ihre vierjährige Amtszeit als Präsidentin beginnt mit einem klaren Ziel: die Hochschulabläufe durch die Nutzung der eigenen Expertise der Institution effizienter zu gestalten.
Aktuell kämpft die TU Berlin mit einem Investitionsstau von 2,4 Milliarden Euro bei der Gebäudesanierung und geplanten Haushaltskürzungen in Höhe von 65 Millionen Euro bis 2028. Bisher gibt es noch keine konkreten Pläne, wie diese finanziellen Belastungen unter Deniz' Führung bewältigt werden sollen.
Deniz' Amtszeit beginnt in einer Phase drängender finanzieller und infrastruktureller Probleme. Ihr Hintergrund in Digitalisierung und Nachhaltigkeit könnte den Umgang der Universität mit diesen Herausforderungen prägen. Die nächsten vier Jahre werden zeigen, wie die TU Berlin ihre Haushaltszwänge und Sanierungsbedarfe meistert.






