21 June 2026, 02:03

Felbermayrs radikale Rentenreform: Später in Pension, weniger Beamte – was das für Deutschland bedeutet

Wirtschaftsberater für die Verknüpfung des Renteneintrittsalters mit der Lebenserwartung

Felbermayrs radikale Rentenreform: Später in Pension, weniger Beamte – was das für Deutschland bedeutet

Der Ökonom Gabriel Felbermayr hat weitreichende Reformvorschläge für das deutsche Rentensystem und den öffentlichen Dienst vorgelegt. Dazu gehören eine Kopplung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung sowie eine Neuregelung der Rentenanpassungen. Zudem plädiert er für eine Verringerung der Anzahl verbeamteter Staatsdiener.

Felbermayr schlägt vor, das Renteneintrittsalter an die steigende Lebenserwartung zu knüpfen. Für jedes zusätzliche Lebensjahr solle sich das Renteneintrittsalter um einen Anteil dieses Jahres erhöhen.

Auch bei der Rentenberechnung regt er Änderungen an. Statt die jährlichen Erhöhungen wie bisher am Lohnwachstum auszurichten, sollten sie seiner Meinung nach der Inflation folgen. Dies würde die Kosten senken, da Löhne in der Regel stärker steigen als die Preise.

Beim öffentlichen Dienst kritisiert Felbermayr die hohe Zahl verbeamteter Stellen in Deutschland. Seiner Ansicht nach sollten nur Berufe wie Polizisten und Richter einen Beamtenstatus erhalten. Lehrer, Hochschullehrer und Steuerfachleute benötigten diesen Status nicht. Als Vorbild nennt er Österreich, wo deutlich weniger Beschäftigte im öffentlichen Sektor verbeamtet sind. Viele OECD-Länder haben ähnliche Ansätze bereits umgesetzt.

Durch eine Reduzierung der Verbeamtungen, so Felbermayr, ließe sich das Gefühl einer Zweiklassengesellschaft abbauen. Eine vollständige Einbindung aller Beamten in die gesetzliche Rentenversicherung steht für ihn jedoch nicht im Fokus.

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Ziel von Felbermayrs Vorschlägen ist es, Renten und Beamtenregelungen an die wirtschaftliche Realität anzupassen. Eine Anbindung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung und inflationsbasierte Rentenerhöhungen könnten die finanzielle Belastung verringern. Eine Begrenzung des Beamtenstatus könnte zudem das Bild des öffentlichen Sektors verändern.

Quelle