Genf führt: Wo in Europa am meisten Cannabis konsumiert wird
Eine neue Studie hat den Cannabiskonsum in europäischen Städten durch die Analyse von Abwasser gemessen. Die vom Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD) geleitete Untersuchung erfasste den Verbrauch in 56 Städten. Insgesamt blieben die Cannabiswerte im Vergleich zum Vorjahr stabil.
Laut Studie verzeichnete Genf den höchsten Cannabiskonsum in Europa. Amsterdam und Erfurt folgten dicht dahinter. Besonders hoch war der Konsum in Städten der Niederlande, Deutschlands und Sloweniens.
In Deutschland belegte Berlin mit 172 Milligramm THC-COOH pro 1.000 Einwohner täglich den vierten Platz. Frankfurt landete auf Rang neun mit etwa 150 Milligramm, während Mainz mit 130,6 Milligramm pro 1.000 Einwohner auf Platz 15 kam.
Während der Cannabiskonsum stabil blieb, zeigten sich bei anderen Drogen unterschiedliche Trends: Der Konsum von Kokain und Ketamin stieg in Europa an, während der MDMA-Gebrauch zurückging. Die Werte für Amphetamin und Methamphetamin blieben weitgehend unverändert.
Die Abwasseranalysen liefern ein klares Bild der Drogengewohnheiten in europäischen Städten. Zwar blieb der Cannabiskonsum konstant, doch bei anderen Substanzen gab es Verschiebungen. Die Erkenntnisse helfen Behörden, Trends zu verfolgen und gezielt Gegenmaßnahmen zu planen.






