13 April 2026, 04:06

Großspeicherprojekte scheitern an überlasteten Netzen und Bürokratie

Liniengraph, der die erneuerbare Stromerzeugung nach Brennstoffart von 2000 bis 2040 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Großspeicherprojekte scheitern an überlasteten Netzen und Bürokratie

Großspeicherprojekte in Deutschland kämpfen mit Verzögerungen und steigenden Kosten beim Netzanschluss

Branchenexperten nennen überlastete Netze, unterbesetzte Netzbetreiber und unklare Vorschriften als Hauptgründe für die Probleme. In einem aktuellen Podcast von pv magazine mit Moderator Michael Fuhs wurde dringend Reformbedarf angemahnt, um Anschlüsse zu beschleunigen und die Kosten für Projektentwickler zu senken.

Nadine Bethge vom Branchenverband bne forderte ein bundesweit verbindliches Regelwerk, das den Netzanschluss von Speicherprojekten standardisiert. Ohne klare Vorgaben könnten Netzbetreiber ihre Monopolstellung ausnutzen und wirtschaftlich sinnvolle sowie netzdienliche Vorhaben blockieren, warnte sie. Leandra Boes von Green Flexibility pflichtete ihr bei und betonte, dass das aktuelle System für den großflächigen Ausbau zu ineffizient sei.

Beide Expertinnen waren sich einig, dass eine engere Zusammenarbeit zwischen Projektentwicklern und Verteilnetzbetreibern die Lage verbessern würde. Boes wirbt für das Regiolink-Konzept ihres Unternehmens, das standardisierte Verträge für verschiedene Netztypen nutzt. Damit sollen flexible Anschlussvereinbarungen (FAV) beschleunigt werden, indem Projekte an die lokalen Netzbedingungen angepasst werden.

Batteriespeicher sind entscheidend, um Schwankungen bei den erneuerbaren Energien auszugleichen und die bestehende Netzkapazität besser zu nutzen. Dennoch warten viele Projekte monate- oder sogar jahrelang auf einen funktionsfähigen Anschluss.

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Der Reformdruck wächst, da Verzögerungen und hohe Anschlussgebühren Deutschlands Klimaziele gefährden. Standardisierte Verträge und strengere Regulierung könnten die Hürden für Speicherprojekte verringern. Ohne Änderungen drohen Netzengpässe weiterhin den Ausbau der dringend benötigten Energieinfrastruktur zu bremsen.

Quelle