Halle 4 wird zum skurrilen Wettbüro der Fußball-WM mit Gebeten und Döner-Einsätzen
Lea KrauseHalle 4 wird zum skurrilen Wettbüro der Fußball-WM mit Gebeten und Döner-Einsätzen
Halle 4 ist zum lebhaften Wettzentrum der FIFA-Weltmeisterschaft geworden. Bei jedem Spiel werden Dutzende Wetten abgeschlossen – von Essen bis hin zu Autoteilen reicht die Palette der Einsätze. Die Begeisterung treibt die Fans sogar zu kreativen Versuchen, das Spielgeschehen zu beeinflussen, darunter die bezahlten Gebete eines Kindes für das Eröffnungsspiel der deutschen Mannschaft.
Vor dem ersten Spiel Deutschlands gegen Curaçao bot ein Kind seine Gebete gegen Bezahlung an. Der Preis: fünf Euro für eine halbe Stunde, bei längeren Sitzungen kamen Zusatzkosten hinzu. Nach der Andacht gewann Deutschland mit 7:1 – die Gebete kosteten insgesamt 15 Euro.
In Halle 4 dreht sich alles um Wetten. Zu jedem WM-Spiel werden mehr als drei Dutzend Einsätze getätigt, von Döner über einen vollen Tank bis hin zu Sommerreifen. Der Betrieb läuft auf Hochtouren – während des Turniers gönnt sich niemand eine Pause.
Doch selbst Gebete und Wetten garantieren keinen Erfolg. Gläubige Nationen und Spieler wie Franck Ribéry haben gezeigt, dass allein der Glaube noch keinen Sieg bringt.
Die Weltmeisterschaft hat Halle 4 in ein pulsierendes Wettbüro verwandelt. Gebete, ungewöhnliche Einsätze und unermüdliche Aktivität prägen das Bild. Doch wie frühere Ergebnisse beweisen, führen selbst spirituelle Bemühungen nicht immer zum Erfolg.
