27 June 2026, 02:06

Halle stoppt umstrittene Deutsch-Regel im Heidebad nach bundesweiter Kritik

Kein Deutsch, kein Eintritt? Schwimmbad in Halle rudert zurück

Halle stoppt umstrittene Deutsch-Regel im Heidebad nach bundesweiter Kritik

Mathias Nobel, der Betreiber des Heidebads in Halle, ist bundesweit in die Kritik geraten, weil er plante, nur Besuchern mit ausreichenden Deutschkenntnissen Zutritt zu gewähren. Die Stadt Halle griff ein und forderte eine Änderung der Regelung. Zu einer Klärung des Streits kam es in einem Gespräch zwischen Nobel und Vertretern der Stadt.

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Ursprünglich hatte Nobel vorgeschlagen, den Eintritt von den Sprachkenntnissen der Gäste abhängig zu machen. Dies löste eine Welle der Empörung aus, woraufhin Halle Oberbürgermeister Alexander Vogt (parteilos) zu einem klärenden Gespräch mit Nobel einlud. Die Stadt verwies darauf, dass eine solche Regelung gegen die Pachtbedingungen für die Anlage verstoßen könnte.

Nach dem Treffen, das Nobel als „sehr harmonisch“ bezeichnete, lenkte er ein und verzichtete auf die Sprachvorgabe. Stattdessen werden nun mehrsprachige Hinweisschilder aufgestellt, die alle Besucher über die geltenden Regeln informieren. Nobel betonte zudem, das Heidebad stehe weiterhin allen offen, die sich an die Vorschriften hielten – unabhängig von ihren Sprachkenntnissen.

Er bestätigte, dass die bestehenden Regeln künftig konsequenter kontrolliert würden, auch am Eingang. Wer gegen diese verstößt, erhält keinen Zutritt. Nobel äußerte sich gespannt darauf, ob die mehrsprachigen Aushänge zu weniger Regelverstößen führen würden.

Mit dem Kurswechsel spielt die Sprache für den Zugang zum Heidebad keine Rolle mehr. Die mehrsprachigen Schilder sollen sicherstellen, dass alle Gäste die Regeln verstehen. Durch das Eingreifen der Stadt wurde nicht nur die Einhaltung der Pachtbedingungen sichergestellt, sondern auch der öffentliche Zugang zur Einrichtung gewahrt.

Quelle