Howard Carpendale feiert Chart-Erfolg – doch ein Witz entfacht einen Medienstreit
Moritz HoffmannHoward Carpendale feiert Chart-Erfolg – doch ein Witz entfacht einen Medienstreit
Howard Carpendale steht erstmals an der Spitze der offiziellen deutschen Albumcharts – und das nach einer langjährigen Karriere. Der 80-jährige Schlagerstar erreichte diesen Meilenstein mit seinem neuesten Werk Timeless, seinem zehnten Album in den Top Five. Doch die Freude über den Erfolg wird von einem öffentlichen Streit mit einem TV-Moderator über einen umstrittenen Witz überschattet.
Der Konflikt begann, als Oliver Welke, Moderator der satirischen ZDF-Sendung heute-show, in einer Rubrik über KI und Roboter in Pflegeheimen einen Witz über Carpendale machte. Die Pointe – "Hundert Beine, riecht nach Urin. Was ist das? Die erste Reihe bei einem Carpendale-Konzert." – löste sofortige Empörung aus, besonders bei älteren Zuschauern, die den Hauptteil des Publikums des öffentlich-rechtlichen Senders bilden.
Carpendale reagierte direkt auf Instagram und verteidigte seine Fans sowie seine Live-Auftritte. Er forderte eine Entschuldigung von Welke und kündigte an, die Angelegenheit notfalls weiterzuverfolgen, bis dieser nachgebe. Welke jedoch blieb bei seiner Aussage und betonte, der Witz sei Teil der KI-Satire der Sendung gewesen und kein persönlicher Angriff.
Der Streit eskaliert, während Carpendale mit seiner Tournee durch Deutschland reist – beflügelt vom Erfolg von Timeless. Trotz der Kontroverse markiert sein Chartsturm einen historischen Moment in einer Karriere, die sich über Jahrzehnte erstreckt.
Bisher bleibt der Konflikt ungelöst: Welke weigert sich, zurückzurudern, Carpendale besteht auf einer Entschuldigung. Unterdessen verkauft sich das neue Album des Sängers weiterhin gut – ein Beweis für seine ungebrochene Popularität. Die Affäre hat zudem die Debatte über Altersdiskriminierung und Satire in den deutschen Medien neu entfacht.






