19 June 2026, 02:04

Hubig fordert schärfere Regeln für Jugendschutz im Internet und bei Videospielen

Verbraucherbericht: Hubig fordert mehr Jugendschutz im Netz

Hubig fordert schärfere Regeln für Jugendschutz im Internet und bei Videospielen

Bundesjustizministerin Stefanie Hubig hat strengere Maßnahmen zum Jugendschutz im Internet gefordert. Sie betonte, dass die bestehenden Regelungen für Minderjährige in sozialen Medien und bei Videospielen weitestgehend als unzureichend angesehen werden. Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass die Bevölkerung mehrheitlich härtere Schritte in diesem Bereich unterstützt.

Eine von Forsa im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV) durchgeführte Erhebung offenbart eine breite Unzufriedenheit mit den aktuellen Schutzmaßnahmen. 87 Prozent der Befragten bewerteten die Bemühungen der Regierung, Minderjährige in sozialen Netzwerken und beim Online-Gaming zu schützen, als schlecht oder sehr schlecht. Hubig wies darauf hin, dass selbst physische Orte wie Kneipen oder Kinos strengeren Jugendschutzgesetzen unterlägen als digitale Plattformen mit ihren mächtigen Algorithmen.

Auch der Verbraucherreport 2026 unterstreicht die Sorgen der Bevölkerung: 79 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass Politiker Unternehmen strengere Vorgaben machen sollten, um junge Menschen besser zu schützen. Zudem sehen 74 Prozent Handlungsbedarf bei stärkeren Verbraucherschutzregeln im Bereich Ernährung, während 82 Prozent der Ansicht sind, dass die Politik versagt, wenn es darum geht, finanzielle Risiken wie die Überschuldung von Minderjährigen zu verhindern.

Hubig verwies darauf, dass die Sachverständigenkommission für Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt demnächst ihre Ergebnisse vorlegen werde. Sie betonte, dass eine große Mehrheit der Deutschen der Auffassung sei, mehr tun zu müssen, um Kinder und Jugendliche im digitalen Raum zu schützen.

Die Umfrageergebnisse und die Aussagen Hubigs deuten auf einen starken öffentlichen Wunsch nach verbesserten Schutzmechanismen hin. Der anstehende Bericht der Sachverständigenkommission könnte weitere Impulse für notwendige Reformen liefern. Die aktuellen Maßnahmen werden weithin als unzureichend angesehen.

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