Hunderte protestieren in Halle gegen AfD und deren "spalterische Politik"
Moritz HoffmannHunderte protestieren in Halle gegen AfD und deren "spalterische Politik"
Hunderte Demonstranten versammelten sich am vergangenen Wochenende in Halle (Saale), um gegen die rechtspopulistische Partei Alternative für Deutschland (AfD) zu protestieren. Die Kundgebungen fanden entlang der Leipziger Straße und der Francke-Straße statt, wo die Menge der Partei vorwarf, spalterische und unmenschliche Politik zu verbreiten. Die Proteste fielen zeitlich mit einer AfD-Veranstaltung im nahegelegenen Dormero Kongresszentrum zusammen.
Laut Polizeischätzungen nahmen bis zu 600 Menschen auf dem Höhepunkt der Demonstration teil. Ein breites Bündnis aus zivilgesellschaftlichen Gruppen, politischen Parteien, Gewerkschaften und Einzelpersonen hatte die Veranstaltung organisiert. Viele trugen Transparente mit Parolen wie „Halle bleibt bunt“, „Kein Platz für Rassismus“ und „Wehrt euch für die Demokratie“.
Ein großes Banner mit der Aufschrift „Ihr elendes Stück Deutschland“ prangte prominent vor dem Veranstaltungsort in der Francke-Straße. Die Demonstranten kritisierten die AfD dafür, eine „ethnonationalistische Ideologie“ zu fördern sowie, wie sie es nannten, „verachtende, unmenschliche Politik“ zu betreiben. Eine Sprecherin auf der Kundgebung warnte vor den Risiken, falls die Partei Regierungsverantwortung übernehmen sollte.
Die Polizei war mit einem starken Aufgebot vor Ort und setzte rund 200 Beamte ein, um für Ordnung zu sorgen. Michael Viebig, Leiter der Gedenkstätte Roter Ochse in Halle, sprach bei der Demonstration und verband die historischen Kämpfe der Stadt gegen rechtsextreme Strömungen mit der heutigen politischen Lage.
Die Kundgebung endete friedlich, wobei die Organisatoren die Bedeutung von Solidarität gegen rechtsextremen Einfluss betonten. Die Polizei bestätigte, dass es während der Veranstaltung zu keinen größeren Zwischenfällen gekommen war. Die Proteste zeigten die anhaltenden Spannungen, während die AfD weiterhin öffentliche Veranstaltungen in der Region abhält.






