31 March 2026, 18:05

IHK Halle-Dessau setzt klare Forderungen für die Landtagswahl 2026 in Sachsen-Anhalt

Eine Liniengrafik auf einem weißen Hintergrund mit der Überschrift "Die Vorteile der gestiegenen Produktivität der letzten 35 Jahre sind nicht an die Mittelschicht gegangen."

IHK Halle-Dessau setzt klare Forderungen für die Landtagswahl 2026 in Sachsen-Anhalt

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Halle-Dessau hat ihre Prioritäten für die Landtagswahl 2026 in Sachsen-Anhalt festgelegt. Am 25. März 2026 verabschiedete die Organisation ein Positionspapier, das die wirtschaftspolitische Debatte prägen soll. Das Dokument benennt zentrale Anliegen der regionalen Wirtschaft – von Bürokratieabbau über Fachkräftesicherung bis hin zur Verbesserung der Infrastruktur.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Das Positionspapier der IHK behandelt ein breites Spektrum wirtschaftlicher Herausforderungen. Gefordert wird eine systematische Überprüfung verwaltungstechnischer Aufgaben, um Unternehmen zu entlasten. Zudem verlangt die Kammer praxisnahe Gesetzgebung und konkrete Entlastungsmaßnahmen, um den Bürokratieaufwand zu verringern.

Ein zentrales Thema bleibt der Fachkräftemangel. Die IHK plädiert für eine bessere Nutzung bestehender Potenziale, etwa durch höhere Anforderungen an Erwerbsfähige und eine gestärkte berufliche Ausbildung. Hürden beim Einstieg in den Arbeitsmarkt müssten abgebaut werden, um Lücken auf dem Arbeitsmarkt zu schließen.

Auch die Energiepolitik steht weit oben auf der Agenda. Die Kammer pocht auf eine verlässliche und bezahlbare Energieversorgung und unterstützt technologieneutrale Lösungsansätze. Geplant sind der Ausbau der Energieinfrastruktur, die Weiterentwicklung von Wasserstoffstrategien sowie die Ermöglichung von CO₂-Abscheidung und -Speicherung.

Bei der Infrastruktur mahnt die IHK schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren an, um den Stau bei Verkehrs-, Digital- und Versorgungsprojekten aufzulösen. Eine langfristige Finanzierungssicherheit wird als entscheidend für die notwendigen Modernisierungen angesehen.

Für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) fordert die Kammer verbesserte Förderprogramme und eine engere Verzahnung von Hochschulen und Wirtschaft. Innovationsförderung solle technologieneutral bleiben, um Wachstum anzuregen.

Im Bereich des internationalen Handels betont die IHK die Bedeutung von Offenheit, Diplomatie und Freihandel. Aktive Unterstützung für Unternehmen, die neue Märkte erschließen, werde die regionale Wirtschaft stärken.

Das Positionspapier der IHK wird nun an Parteien, Kandidat:innen und die Öffentlichkeit weitergegeben. Ziel ist es, dass wirtschaftliche Prioritäten die Diskussionen zur Landtagswahl 2026 prägen. Durch die Bewältigung von Bürokratie, Energieversorgung, Infrastruktur und Fachkräftemangel will die Kammer ein wettbewerbsfähigeres Umfeld für Unternehmen in Sachsen-Anhalt schaffen.

Quelle