29 June 2026, 02:13

IKEA setzt auf kleine Läden – und revolutioniert seinen Vertrieb

Von 35.000 auf 2.950 Quadratmeter: Was steckt hinter Ikeas neuer Strategie von Mini-Möbelläden

IKEA setzt auf kleine Läden – und revolutioniert seinen Vertrieb

IKEA ändert seine Vertriebsstrategie und setzt künftig auf kleinere Läden. Der Wandel kommt zu einer Zeit, in der das Unternehmen mit rückläufigen Umsätzen, sich verändernden Kaufgewohnheiten und starker Konkurrenz durch Onlinehändler konfrontiert ist. Der erste dieser kompakteren Standorte hat bereits in Ingolstadt, Bayern, eröffnet.

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Die neuen IKEA-Filialen werden etwa 2.950 Quadratmeter groß sein – deutlich kleiner als die herkömmlichen 35.000 Quadratmeter. Sie dienen vor allem als Ausstellungsräume und Beratungszentren, wobei die meisten Produkte online bestellt und nach Hause geliefert werden. Vor Ort werden rund 2.650 Artikel sofort mitgenommen werden können, zusätzlich zu 1.000 Ausstellungsstücken, die bestellbar sind.

Das Unternehmen plant zunächst, weltweit 20 dieser kleineren Läden zu eröffnen, mit weiteren in der Pipeline. Mit diesem Ansatz kann IKEA Märkte erschließen, in denen große Möbelhäuser nicht realisierbar wären. Gleichzeitig passt sich die Marke damit einem schwächelnden Möbelmarkt und dem Boom des Onlinehandels an.

Allein in Deutschland machen die Online-Umsätze bereits einen beträchtlichen Teil des IKEA-Gesamtumsatzes aus – fast 1,5 Milliarden Euro, was etwa einem Viertel des gesamten Einzelhandelsertrags im Land entspricht. Die Umstellung auf kleinere Läden ist Teil einer umfassenden Modernisierung des Geschäftsmodells.

Die kompakteren Filialen bieten ein begrenztes Sortiment und legen den Fokus auf Kundenberatung. Sie sind Teil einer langfristigen Strategie, um die Präsenz von IKEA in Regionen auszubauen, in denen große Standorte nicht umsetzbar sind. Das Unternehmen erhofft sich von diesem Schritt Wachstum in einem herausfordernden Einzelhandelsumfeld.

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