17 June 2026, 18:43

IMK verzichtet auf neue Maßnahmen gegen Gewalt in Fußballstadien – trotz Pyro-Chaos beim DFB-Pokal

Bericht: IMK verschiebt Entscheidung zu Pyrotechnik in Stadien

IMK verzichtet auf neue Maßnahmen gegen Gewalt in Fußballstadien – trotz Pyro-Chaos beim DFB-Pokal

Die Innenministerkonferenz (IMK) hat beschlossen, vorerst keine neuen Maßnahmen gegen gewalttätige Ausschreitungen in Fußballstadien einzuführen. Diese Entscheidung fällt trotz jüngster Vorfälle beim DFB-Pokalfinale im Mai. Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) hat die Reaktion auf solche Ereignisse öffentlich kritisiert.

Während des DFB-Pokalfinals wurden Pyrotechnik-Körper im Stadion gezündet, doch der Schiedsrichter brach das Spiel nicht ab. Reul argumentierte später, die Partie hätte wegen der Sicherheitsgefahr unterbrochen werden müssen. Zudem äußerte er Frustration über die mangelnden Fortschritte bei der Bekämpfung von Fußballgewalt und betonte, die bisherigen Maßnahmen seien unzureichend.

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Die IMK hat die Diskussion über Pyrotechnik auf ihre Herbstkonferenz vertagt. Ein vertraulicher Bericht bezeichnet Pyrotechnik als eine der größten Sicherheitsherausforderungen in Fußballstadien. Bestehende Geldstrafen hätten Verstöße nicht verhindert, und Tests mit Detektoren hätten nur begrenzten Erfolg gezeigt.

Reul fordert strengere Kontrollen, darunter Durchsuchungen in Ultra-Fanblöcken und eine verstärkte Videoüberwachung, um das Werfen von Gegenständen über Zäune zu unterbinden. Der Entwurf der Resolution spricht jedoch lediglich von einem „konstruktiven Austausch“ über die Ahndung von Verstößen. Vereine und Innenminister bleiben uneins über die Praktikabilität flächendeckender Stadionkontrollen.

Vorerst werden keine weiteren Maßnahmen zur Eindämmung gewalttätiger Vorfälle umgesetzt. Das Thema Pyrotechnik wird auf der Herbstkonferenz erneut beraten. Die Uneinigkeit zwischen Ministern und Vereinen über die Durchsetzung von Regeln bleibt bestehen.

Quelle