Julius-Kühn-Haus in Halle wird nach 15 Jahren Leerstand zum akademischen Zentrum
Moritz HoffmannJulius-Kühn-Haus in Halle wird nach 15 Jahren Leerstand zum akademischen Zentrum
Das lange verfallene Julius-Kühn-Haus in Halle (Saale) steht vor einer umfassenden Wiederbelebung. Nach 15 Jahren Leerstand wird das historische Gebäude zu einem modernen akademischen Zentrum der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg umgestaltet. Das mit 30,8 Millionen Euro veranschlagte Vorhaben zählt zu den größten Bauprojekten der Hochschule in diesem Jahrzehnt.
Die ersten Arbeiten auf dem Gelände haben bereits begonnen, wobei der Fokus zunächst auf verkehrssichernden Maßnahmen und der Baustellenvorbereitung liegt. Ab Juni 2026 folgen der Rückbau nicht tragender Bausubstanz und Erdarbeiten, um den Weg für die Hauptbauphase freizumachen.
Der offizielle Spatenstich für den Neubau des Hauptgebäudes ist für September 2026 geplant. Die Sanierung wird das Design der 1950er-Jahre behutsam bewahren, während ein moderner Anbau die Nutzfläche erweitert. Ein Teil der Finanzierung stammt aus dem deutschen Corona-Sondervermögen, das das 30,8-Millionen-Projekt mitträgt.
Nach Fertigstellung wird der Komplex zentrale universitäre Einrichtungen beherbergen, darunter das Staatliche Studienkolleg, das Sprachzentrum sowie mehrere wissenschaftliche Institute. Die Universität rechnet damit, das fertige Gebäude im Oktober 2028 zu übernehmen.
Die Umgestaltung verwandelt ein einst vernachlässigtes Wahrzeichen in ein funktionales akademisches Zentrum. Mit der Fertigstellung 2028 entstehen moderne Räumlichkeiten, die zugleich den historischen Charakter des Gebäudes bewahren. Die Martin-Luther-Universität gewinnt damit einen bedeutenden neuen Ort für Lehre und Forschung.






